Die Frühbuchersaison hat begonnen: Zahlreiche Reiselustige sind bereits auf der Suche nach ihrem nächsten Urlaubsdomizil. Doch zum Preis- und Qualitätsbewusstsein gesellte sich in den letzten Jahren bei vielen Weltenbummlern noch ein weiterer Faktor, der bei der Auswahl des Reiseziels eine immer größere Rolle spielt: Umweltbewusstsein. Im Netz gibt es einige Seiten, die den Verbrauchern Orientierung bieten und bei der Planung ökologisch vertretbarer Ferien helfen.
So hat sich zum Beispiel die "International Ecotourism Society" das Ziel gesetzt, "verantwortungsbewusstes Reisen zu natürlichen Orten, das die Umwelt erhält und das Leben der Lokalbevölkerung verbessert", zu fördern. Die Gesellschaft ist schon seit 1990 aktiv und hat damit mehr Erfahrungen auf dem Gebiet des Ökotourismus gesammelt als so manches Reiseunternehmen. Auf www.ecotourism.org gibt es nicht nur Energiespartipps für Reisende und einen Ökotourismus-Nachrichtenticker, sondern auch Links zu besonderen Reiseanbietern - wer in Alaska Bären beobachten oder vor Hawaii Haien begegnen möchte, findet hier ökologisch weitgehend unbedenkliche Angebote.
Wer's lieber amtlich mag, kann sich beim Bundesamt für Naturschutz unter www.bfn.de darüber informieren, was der Staat in dieser Richtung unternimmt. Links zu offiziellen Dokumenten bieten Aufschluss darüber, welche Vorgaben auf amtlicher Ebene es in Europa gibt. Zudem wird hier für Viabono geworben, die "Dachmarke für nachhaltiges Reisen in Deutschland". Deren Seite (www.viabono.de) fasst Reiseangebote nach verschiedenen Kriterien zusammen: Themenorientierte Kategorien wie "Geist und Gaumen" oder "Kind und Kegel" sind genauso zu finden wie die Aufschlüsselung nach Art der Unterkunft; vom Campingplatz über den Bauernhof bis zum Hotel werden lizenzierte Ziele zwischen Ammerland und Alpen präsentiert. Über die Seite kann man auch einen direkten, kostenlosen Rückruf der Anbieter anfordern.
Zum Ökotourismus gehört allerdings nicht nur die Achtung gegenüber der Umwelt, sondern auch gegenüber der Bevölkerung am Zielort. Der Evangelische Entwicklungsdienst hat unter www.tourism-watch.de einen Informationsdienst eingerichtet, der über Solidaritätsreisen nach Palästina genauso berichtet wie über Baumpflanzaktionen in Sri Lanka.
Einen ähnlich ganzheitlichen Ansatz verfolgt auch die Organisation "Fair Trade in Tourism South Africa", deren Seite unter www.fairtourismsa.org.za zu erreichen ist. Sie zertifiziert und unterstützt Tourismusangebote, die ihren Mitarbeitern faire Löhne und Beschäftigungsverhältnisse bieten sowie Menschenrechte, Kultur und Umwelt achten. Auf der Seite können sich Unternehmen wie Touristen über den Prozess der Zertifizierung informieren. Zudem werden bereits zertifizierte Anbieter direkt verlinkt, die bedenkenlose Reisen zum Traumziel Südafrika ermöglichen. Die Seite ist vorbildlich, aber auch für andere Regionen gibt es vergleichbare Angebote, beispielsweise für Australien (www.ecotourism.org.au), Asien (www.ecotravel-asia.com) oder den gesamten amerikanischen Kontinent (www.ecotourisminamerica.com).


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