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    Umweltverbände: Atomausstieg bis Ende 2014 machbar

    Berlin (AFP) - Führende deutsche Umweltschutzverbände halten einen vollständigen Atomausstieg bis Ende 2014 und eine Komplett-Stromversorgung auf Basis erneuerbarer Energien bis 2030 für machbar. Das erklärte der Deutsche Naturschutzring (DNR), der Dachverband von fast hundert im Umwelt- und Naturschutz tätigen Organisationen, in Berlin. Der DNR stellte dort einen Plan zum Umbau des deutschen Energiesystems vor.

    Wenn der von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima angekündigte absolute Vorrang der Sicherheit der Bevölkerung ernst gemeint sei, "müssen alle Akws sofort vom Netz", erklärte Michael Müller, Mitglied im DNR-Präsidium.

    Steigende Emissionen von Kohlendioxid (CO2) in Folge eines raschen Atomausstiegs befürchtet der DNR nicht. Zwar müssten als Ausgleich für die Abschaltung deutscher Reaktoren übergangsweise in sehr begrenztem Umfang Gaskraftwerke zur Stromerzeugung in Betrieb genommen werden. Der zusätzliche Ausstoß an klimaschädlichem CO2 lasse sich durch eine "beschleunigte und vollständige Umstellung auf erneuerbare Energien" aber fünffach kompensieren, erklärte der DNR.

    Das DNR-Konzept setzt ferner auf große Fortschritte bei der Energieeffizienz. Der Durchschnittsverbrauch pro Kopf der Bevölkerung müsse bis spätestens 2050 von derzeit 6,7 Kilowatt pro Jahr auf zwei Kilowatt reduziert werden. Nötig sei etwa ein Energieeffizienzgesetz, das den jährlichen Verbrauch um drei Prozent senke.

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