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    Ungarns Parlament verabschiedet umstrittene Gesetze

    Regierungschef Orbán verbittet sich Kritik von außen

    Kurz vor dem Jahreswechsel hat das ungarische Parlament zahlreiche umstrittene Gesetze verabschiedet. Mit der Zweidrittelmehrheit der rechtskonservativen Fidesz-Partei von Regierungschef Viktor Orbán beschlossen die Abgeordneten unter anderem eine Regelung, die den politischen Einfluss auf die Zentralbank des Landes ausweitet. Die Europäische Union übte Kritik, während Orbán sich jegliche Einmischung von außen verbat.

    Das Gesetz über die Zentralbank sieht unter anderem vor, mehr politische Vertreter in den mit der Geldpolitik befassten Notenbankrat zu entsenden. Die Regelung könnte nach Ansicht von Europäischer Union, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) gegen EU-Recht verstoßen. Der Forint verlor gegenüber dem Euro deutlich an Wert.

    Das Parlament nahm zudem eine Gesetzesvorlage an, die den oppositionellen Sozialisten die Schuld an zur kommunistischen Zeit begangenen politischen Verbrechen gibt. In dem Text, der kurzfristig noch Eingang in eine im Januar in Kraft tretende neue Verfassung finden soll, werden die frühere Kommunistische Partei und ihre Nachfolger als "kriminelle Organisationen" bezeichnet.

    Vor den Abstimmungen sagte Orbán im Radio, "niemand auf der Welt" dürfe in ungarische Gesetzgebungsprozesse eingreifen und den Abgeordneten sagen, "welchen Gesetzen sie zustimmen sollen und welchen nicht". Eine Vorlage, die Gesetzgebungsverfahren im Parlament ohne größere Debatten binnen Tagesfrist vorsieht, billigten die Abgeordneten später ebenfalls.

    Zudem beschloss das Parlament ein umstrittenes Gesetz, das statt bislang 300 nur noch 14 Religionsgemeinschaften als förderungswürdig einstuft, vorwiegend christliche Kirchen und das Judentum, nicht aber den Islam oder den Buddhismus. Eine frühere Fassung hatte das Verfassungsgericht zuvor wegen Verfahrensfehlern verworfen.

    Die Regierung Orbán steht seit rund einem Jahr wegen umstrittener Reformen in der Kritik. Damals wurde ein restriktives Mediengesetz verabschiedet, das den Behörden viele Überwachungsrechte gab. Im Zusammenhang mit der tendenziell nationalistischen neuen Verfassung sprach die Opposition bereits von einem "Orbán-Regime". Auch die US-Regierung äußerte sich jüngst "besorgt über die Lage der Demokratie". Erst kurz vor Weihnachten hatte das Parlament ein neues Wahlgesetz angenommen, das die Arbeit kleiner Parteien erschwert.

    Die Europäische Kommission kündigte die Prüfung der neuen Gesetze an. "Wir haben unsere Bedenken gegenüber der ungarischen Regierung in den vergangenen Tagen bekräftigt", warnte ein Sprecher. Wegen des Notenbankgesetzes hatten die EU und der IWF im Dezember Gespräche mit Orbáns Regierung über Finanzhilfen von bis zu 20 Milliarden Euro abgebrochen.

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    35 Kommentare

    • Alexander  •  vor 4 Monaten
      Glückwunsch an die Ungarn, dass sie eine Regierung haben, die nicht wie die unsere gegen das eigene Volk agiert!
      Ab an den Balaton im Urlaub 2012!
    • OliverS  •  vor 4 Monaten
      300 verschiedene Religionsgemeinschaften in einem solch kleinen Land? Und jede Einzelne davon hat natürlich den "einzig wahren Glauben"...
    • Werner F  •  vor 4 Monaten
      Noch besser wäre es gewesen gar keine Religion zu fördern.
    • Nikolaus  •  vor 4 Monaten
      Was haben die Ungarn falsch gemacht ?!
      Ich warte auf Antworten!
      • Árpád Richard vor 4 Monaten
        Würde ich auch gerne wissen!?
      • Peter L vor 4 Monaten
        Siehe vorausgegangene Diskussionen. Sie haben mehrheitlich eine Regierung gewählt, die zwar keine Lösungen für die drohende Staatsinsolvenz hat, aber mit nationalistischen Pseudo-Lösungen gegen Ausländer und für Protektionismus laboriert. Sie haben dabei geflissentlich übersehe, dass sie am Tropf derer hängen, denen sie pausenlos vor die Sandalen kac_ken. Ich kann da beim besten Willen kein Heldentum erkennen, allenfalls Narrentum.
      • Raymond vor 4 Monaten
        @Peter L : Sie meinen die Ungarn haben mehrheitlich eine Regierung gewaehlt die nicht bereit ist ihre Souveraenitaet dem Diktat der USA und ihrer EU Vasallen zu unterwerfen. Wenn die EU und ihr Vorturner weiterhin auf den Ausverkauf der Souveraenitaet Ungarns bestehen sollte sich das Land vielleicht um Kooperation mit der russischen Ferderation bemuehen, Es ist fuer jeden, der es wissen will, offensichtlich dass die EU ein ungeliebtes Auslaufmodell ist und die russische Federation trotz aller gegenwaertigen Stoerversuche der bankerotten USA im Kommen ist.
    • Festus57  •  vor 4 Monaten
      Habe selten soviel Müll gelesen, keiner kennt Ungarn aber jeder will mitreden und glaubt Ahnung davon zu haben. Leute ihr tut mir einfach nur Leid!
    • Mokamar  •  vor 4 Monaten
      Seit Beginn der Orban-Ära, die schließlich und endlich von einer großen Mehrheit der Ungarn selbst ermöglicht worden ist, beobachte ich die beschämende politische Wende in diesem Land. Nichts Wesentliches und vor allem nichts Ultimatives hat man bisher dazu von der EU aus Brüssel gehört, auch nicht von den Medien, die sich doch alle das Maul zerrissen hatten, als Herr Schüssel sich vor Jahren in Österreich dazu entschlossen hatte, die Freiheitlichen von Herrn Haider als Koalitionspartner ins Boot zu holen. Jetzt aber, wo in Ungarn viel Schlimmeres passiert, hört man nichts. Selbstverständlich gehört die Mitgliedschaft Ungarns in der EU auf Eis gelegt, alle Finanzhilfen müssen ausgesetzt werden. Dann wird die Mehrheit der Ungarn, die für diesen faschistischen Dreck verantwortlich ist, schon lernen, wohin sie in Wirklichkeit gehört. Herr Orban verbittet sich so Einiges. Ich verbitte mir nur, dass ein faschistoides Regime und ein solches Land von der EU gestützt wird, denn jede Unterstützung beinhaltet unser aller Steuergelder.
      • Fritz Katz vor 4 Monaten
        @mokamar ... ich gebe dir vollkommen recht .... faschistoide tendenzen haben in ungarn eine breite mehrheit erreicht .. es ist erschreckend.!
        ich als österreicher kann nur sagen, daß ich mich für die aera schüssel schäme - es war dies wohl ein tiefpunkt in der österreichischen nachkriegsgeschichte.
        aber die ungarn sind noch viel tiefer abgeglitten - und ich verurteile geschichtliche ausrutscher eines volkes zutiefst.!
      • Árpád Richard vor 4 Monaten
        ich verstehe nicht warum man sich mittlerweile schämen muss das beste für das eigene land zu wollen, ich begreife einfach eure denkweise nicht! ist es denn mittlerweile "IN" links zu sein? warum?
        ungarn tut keinem ausländer was zur leide solange sie sich integrieren und anpassen und nicht kriminell sind. WAS IST DARAN BITTE FASCHISTISCH, würde mir das bitte jemand erklären???
      • Fritz Katz vor 4 Monaten
        @arpad ... die aera schüssel, und die aera waldheim sind im net nachzulesen... wenn du zu jung bist, diese zeiten zu beurteilen, kann ich auch nix dagegen sagen.
    • Haarry  •  vor 4 Monaten
      Schon vergessen das Ungarn die Mauer aufgemacht hat für Deutsche
      • Árpád Richard vor 4 Monaten
        Ungarn war den Großmächten shcon immer unbequem, weil sie das maul aufmachen wenn ihnen was nicht passt egal wer vor ihnen steht und werden deswegen immer wieder von medien und den anderen niedergemacht, leider sehr schade...
      • Fritz Katz vor 4 Monaten
        @haarry .. wir österreicher hatten schon immer ein besonders gutes verhältnis zu den ungarn - es war auch zu kommunistenzeiten schon als freundschaftliche verwandtschaft zu bezeichnen - ist wohl irgendwie als kk-historisch zu bezeichnen...
        aber die sache mit dem stacheldraht - die hab ich bestimmt schon 100x gesehen - und es berührt mich immer wieder von neuem.! es ist ein bewegender augenblick gewesen....
      • Inländer vor 4 Monaten
        Na und? Haben wir denen gegenüber jetzt einen Erbdank?
    • Susan  •  vor 4 Monaten
      wenn sich orban jegeliche "einmischung" von außen verbeten hat, wird er sich wohl auch jegleiche finanziellen zuwendungen von außen "höflich zurückweisen" .
      wie kann ein land mit faschistischen tendenzen ein mitglied der eu sein ???
      und was tut die eu kommission ? bemängeln und ein prüfen ? der verein ist ein papiertiger.
      • Ludwig vor 4 Monaten
        Was ist schlecht am Faschismus, der im Gegensatz zum Nationalsozialismus weder rassistisch noch antisemitisch war und aehnlich wie heute China einen dritten Weg zwischen Kapitalismus und Kommunismus darstellt.
    • jemand-chen  •  vor 4 Monaten
      Kirchen wird es immer geben, egal ob diese vom Staat gefördert werden oder nicht. Es fließen massenhaft Spendengelder rein, sei es die Münze die im Klingelbeutel reingeworfen wird, oder das Zehntel an dem noch Freikirchler fest glauben oder sonstige Gelder. Besonders die katholische Kirche braucht keine Förderung durch den Staat.

      Kirche und Staat müssen einfach getrennt bleiben. Wenn dann sind es genau die Kirchen die sich nicht in Gesetze einmischen sollten. Inwiefern andere sich in Ungarns Gesetze einmischen dürften oder nicht, ist wieder eine andere Sache. Ungarn sollte sich schon ein bisschen von anderen Ländern helfen lassen. Nach den Fall des Eisernen Vorhangs, haben mehrere Länder angefangen mit Worten wie: "Wir lassen uns nichts einreden, wir verkaufen nicht unser Land" und dadurch haben sie mächtig viel verloren. Denn ist ein Land schon in der Europäischen Union drinnen muss es Kompromisse suchen und vor allem auch finden, um weiterhin drinnen zu bleiben. Men merkt wirklich dass die Hunnengeister auch weiterhin ihren eigenen Kopf durchsetzen wollen. Wenn das nicht in die Hose geht, in MANCHEN Hinsichten...
    • Barbara  •  vor 4 Monaten
      Das koennte mein Land werden! Werde die Koffer entstauben.
      • Yahoo! Benutzer vor 4 Monaten
        ungarn? ungern!
      • wohltemperiert vor 4 Monaten
        so jung noch und schon die vergangenheitsschule besucht.....und verstanden????
      • Willi vor 4 Monaten
        braun geht nach braun
    • Fast Drei Prozent  •  vor 4 Monaten
      naja, wenn man die mit einer 2/3 mehrheit gewählt entspricht das gejammer immerhin nur einer 1/3 minderheit. deutschland sollte nicht mit dem finger auf andere zeigen sondern, sich vielmehr an die eigene nase packen. mit rechtstaat und demokratie haben wir auch nur noch wenig gemeinsam und pressefreiheit ??? wo gibts denn die noch, im märchen ?
    • Itze  •  vor 4 Monaten
      Raus aus der EU!!! Das aber ganz schnell. Uns werden Gesetze von der EU auferlegt und müssen von uns eingehalten werden. Die machen was sie wollen und wollen noch 20 Milliarden Euro haben. Frechheit siegt.
    • marlis  •  vor 4 Monaten
      Was bringt den der EU Einheitsbrei?????? Sollen die Ungarn doch mal was anderes versuchen und so teuer wie Griechenland, Irland,Portugal,Italien (?) usw.kanns eh nicht werden. Muß ja nicht jedes Land zu allem und jedem JA sagen und es versuchen allen Recht zu machen wie das in D der Fall ist.
    • Peter L  •  vor 4 Monaten
      Es mag einige wenige EU-Länder geben, die sich einen nationalen Alleingang eine Zeit lang leisten könnten. Das wären u.a. die Briten (die' s ja schon tun), die Franzosen, die Schweden, die Deutschen und vielleicht die Polen. Definitiv NICHT dazu gehört Ungarn.

      Ich kenne Ungarn seit 35 Jahren und habe die wirtschaftliche Entwicklung intensiv verfolgt: Ungarn ist wirtschaftlich gesehen ein Entwicklungsland, welches eigentlich alle Rohstoffe aus dem Ausland importieren muss und Außenhandelsumsatz nur mit einigen wenigen Ländern der EU-Gruppe macht (vor allem Deutschland). Mit über 110 Mrd. Euro Auslandsverschuldung kann man ferner keine große Lippe in Sachen Alleingang riskieren. Stellten alle Gläubiger auf einmal die Kredite fällig, wäre sofort Ruhe im Karton.

      Mit dieser miserablen außenwirtschaftlichen Leistungsbilanz, dem hoch verschuldeten Staatshaushalt und dem gerade erst 2008 bei der EU, dem IWF und der Weltbank aufgenommen Mammut-Kredit in Höhe von 20 Mrd. Euro sowie Hilfeersuchen 2011 bei der EU und dem IWF nach dringend notwendigen weiteren 20 Mrd. Euro täten Orban und Konsorten gut für ihr Land, wenn sie die Klappe halten und sich den EU-Regeln unterwerfen würden.

      Schon manchen populistischen Größenwahnsinn hat die Geschichte böse bestraft, und es hat eigentlich noch nie funktioniert, den laufenden Tropf herauszuziehen, nur weil die Nadel ein wenig piekst.
    • Fritz Katz  •  vor 4 Monaten
      ungarn, unter dem diktat der faschistischen fidesz-partei wäre aus der eu auszuschließen. dieses land hat zur zeit keine ansprüche auf eu-mitgliedschaft.!
    • Klaus  •  vor 4 Monaten
      keiner hat ungarn gezwungen in die eu einzutreten, die eu ist eine wunderbare einrichtung , man kann sogar wieder austreten und keiner wird ungarn daran hindern, dann aber, eu gelder sofort zurück!!!...
    • Karl Siegfried  •  vor 4 Monaten
      mutig und richtig!
    • Ruben  •  vor 4 Monaten
      oh mein Gott, was sind hier Spinner am Werk!!!!!! Habt Ihr eure politische Bildung bei Neckermann gekauft?

      Was hat das mit Juden zutun ????
      Die wollen keinen Euro, betteln aber um Gelder der EU? ( die Ungarn )
      Die sperren Politiker für 7 Jahre ein, die garnicht anders handeln konnten!

      Ihr geistigen Kleingärtner ..........geht raus aus dem Net....wer erlaubt euch, eure Meinung zu verbreiten?????? Da lese ich nur noch den IQ von Muslimen, Rechtsgerichteten und Hinterwäldlern..............verpisst euch............ihr zerstört mit eurem Unglauben und eurer Dummheit die Menschheit!!!!!
    • Dragi  •  vor 4 Monaten
      Wieder eine Demokratie nach amerikanischem Vorbild.
    • A.  •  vor 4 Monaten
      Also wir deutschen sind nicht viel besser. Es kommt nur anders rüber. Wir sind eine Kopie, bzw. Europa soll eine Kopie der USA sein/werden. Globalisierung, eine Währung und ein Staat nach dem anderen geht Pleite und die, die noch was haben sollen finanzieren. Na, wo lebt es sich besser.... Die Medien regieren, manipulieren. Ich sage immer, alles ist nur Propaganda. Ob der Kurs der Ungarn richtig ist, wag ich zu bezweifeln, leider geht es ihnen wirtschaftlich überhaupt nicht gut. Aber ich liebe die Ungarn. Und was die Menschlichkeit, Herzlichkeit und das Soziale angeht, lässt es sich dort besser leben als hier. Wenn ich einen Ungarn im Ausland treffe, passiert es, dass ich ihn auf ungarisch anspreche, und diese sind immer glücklich und stolz darauf. Ein kleines Land mit einen großen patriotischem Herz. Das liebe ich an ihnen.
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