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    FDP und Union hoffen auf Rückkehr zur Sacharbeit

    Spitzen-Liberale fordern Besinnung auf Gemeinsamkeit

    Nach dem turbulenten Ablauf des FDP-Mitgliederentscheids zur Euro-Politik hoffen die Koalitionsparteien auf ruhigeres Fahrwasser. Für die Liberalen gelte es nun "dringend, zur Sacharbeit zurückzukehren", schrieb FDP-Chef Philipp Rösler in einer Email an Parteimitglieder. Führende Unionspolitiker äußerten sich mit Blick auf die schwarz-gelbe Koalition ähnlich.

    Die FDP-Spitze bat die Partei, den internen Streit hinter sich zu lassen. Die FDP müsse nun ihr Versprechen an die Wähler erfüllen, das Land "mit liberaler Handschrift" zu gestalten, schrieb Rösler. Er räumte Versäumnisse bei der Außendarstellung der Partei ein: Die Liberalen müssten "mehr als bisher" über ihre Erfolge in der Koalition reden.

    Der kommissarische FDP-Generalsekretär Patrick Döring kündigte an, auf die beim Mitgliederentscheid unterlegenen Euro-Skeptiker zuzugehen. Die Gruppe um den Abgeordneten Frank Schäffler sei eine "relevante Minderheit", sagte Döring der "Welt am Sonntag". Er wolle dafür sorgen, "dass sich auch diese 8800 Mitglieder in der FDP politisch weiter heimisch fühlen". Er bezog sich damit auf jene Mitglieder, die beim Entscheid gegen den Kurs der Parteispitze in der Euro-Politik gestimmt hatten.

    FDP-Vizechef Holger Zastrow empfahl seiner Partei die Neuausrichtung auf einen konservativ-liberalen Kurs. Dem "Focus" sagte er: "In einem Moment, in dem alle anderen Parteien - auch die Bundes-CDU - einem linksgrünen Zeitgeist hinterher rennen, muss die FDP die Werte der Sozialen Markwirtschaft wie Freiheit, Leistungsgerechtigkeit und Eigenverantwortung verteidigen."

    Als Profilierungschance für die Liberalen bezeichnete Zastrow die Pläne von SPD und Grünen, Steuern für Besserverdienende zu erhöhen. FDP-Vizechefin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger warnte hingegen vor einer weiteren Steuerdebatte. "Der klare Kurs weg von der Verengung auf Steuern ist eingeleitet worden und kann jetzt richtig Fahrt aufnehmen", sagte sie dem "Focus".

    Die parteiinternen Differenzen über den ständigen Euro-Rettungsschirm ESM, den die Gruppe um Schäffler mit dem Mitgliederentscheid verhindern wollte, war freilich noch nicht beendet. Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) forderte die Bundestagsfraktion, zu der auch Schäffler zählt, zu einem geschlossenen Votum im Bundestag für den Rettungsschirm auf. "Eine Abstimmung über den Euro-Rettungsschirm ESM ist keine Gewissensfrage", sagte Niebel der "Welt". Die Euro-Kritiker müssten sich der Mehrheit beim Mitgliederentscheid beugen. Schäffler wollte sich bislang nicht auf ein Ja bei der für Januar erwarteten Abstimmung festlegen.

    Politiker des Koalitionspartners CDU äußerten die Hoffnung, dass ein Ende der Turbulenzen bei der FDP die Koalition stärken werde. Nach dem Mitgliederentscheid gebe es "in dieser zentralen Frage der deutschen Politik keine Zweifel mehr", sagte Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) dem "Tagesspiegel am Sonntag". Darüber könne "auch die Union froh sein". Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen sagte der "Welt am Sonntag", die Koalition müsse jetzt ihre Arbeit machen "und nicht immer wieder alles in Frage stellen."

    Das Meinungsforschungsinstitut Emnid sieht die FDP trotz des Umfragetiefs nicht in ihrer Existenz bedroht. Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Geschäftsführer Klaus-Peter Schöppner: "Ich glaube, dass die Liberalen zäh sind. Sie werden eine schreckliche Zeit durchmachen - aber danach wieder an Zustimmung gewinnen." Voraussetzung sei allerdings, dass die Liberalen wieder Themen fänden, mit denen sie sich positionieren könnten.

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    60 Kommentare

    • wilfried  •  vor 5 Monaten
      das ende der ""PROFIL-NEUROTIKER""ist noch mal abgewendet.
      aber doch nur weil sie sich besonnen haben das regieren doch so geil ist.
    • Jorgo  •  vor 5 Monaten
      Wenn ich daran denke, dass die jeden Monat schönes Staats-Geld auf ihr Konto bekommen
      und dafür keinerlei Leistung erbringen, wären die schon aus jeder Firma geflogen.
    • steely dan  •  vor 5 Monaten
      die fdp ist schon geschichte bevor der wahlkampf begonnen hat
    • Ich  •  vor 5 Monaten
      Welche "Sacharbeit" denn ? Blöd herumsitzen und den Wähler verarschen ?
      • Buck vor 5 Monaten
        Die Sacharbeit besteht darin, Steuern und Staat zu (ver)senken.
    • werner  •  vor 5 Monaten
      von der Layen ist genau so zum kotzen, wie die gesamte FDP.
      • sonne vor 5 Monaten
        Ursula von der Leiden!!!!!!!
      • Mucke Bauer vor 5 Monaten
        diese tante ist aber cdu mitglied!
      • Buck vor 5 Monaten
        Das "Christliche" an der CDU hat mich veranlasst aus der Kirche auszutreten.
    • Frank  •  vor 5 Monaten
      Wählerbetrüger Westerwelle raus! Und die völlig realitätsferne von der Leyen gleich mit !
    • Großi  •  vor 5 Monaten
      Richtig! Eine christlich-liberale Koalition war der Auftrag der Wähler.Er wurde aber nie verwirklicht-weder christlich,noch liberal.
    • B. Stechlich  •  vor 5 Monaten
      Harrrharrrrrharrrrrrrr, großes Kino. Leider unverhältnismäßig teuer.
      • Buck vor 5 Monaten
        Also die Müncher Lach- und Schießgesellschafter ist wesentlich besser.
    • Gambler  •  vor 5 Monaten
      Genau,wir leben eben in einer Bananen Republik!
    • Querdenker  •  vor 5 Monaten
      solange Beamte - vor Allem die Politiker sich am Sozialstaat bedienen, Pensionen beanspruchen für nie erbrachte einzahlungen, solange sind es für mich studierte Schmarotzer, Diebe und Lügner ...
    • Matmußlicher  •  vor 5 Monaten
      Wie wollen die zu etwas zurück kehren, wo sie nie gewesen sind.
      Sacharbeit läßt sich nun mal nur mit solider Fachkompetenz erledigen.
      Diesbezüglich wurden die Nichtexistenzbeweise inzwischen von den Regierungsparteien ja wohl im Überfluß erbracht.
      Vertrauensvorschuß aus Wahlen sollte man besser nicht nach Belieben versieben, das Erwachen kann fürchterlich sein.
    • Volker Sefzat  •  vor 5 Monaten
      Was für Sacharbeit? Indem sie die Bürger nochmehr Geld aus der Tasche ziehen wollen? Oder den finanziellen Untergang unseres Landes noch schneller vorrantreiben? Ichwürde zugern wissen welcher Politiker zu sein Wort steht und nicht sofort umfällt wenn die einzelnen Parteibonzen einmal husten. Aber da gibt es wohl keinen in unseren Land. Da ist es auch kein Wunder wenn die Bürger Politikverdrossen sind oder den Braunen in die Arme laufen.
    • nina  •  vor 5 Monaten
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    • nina  •  vor 5 Monaten
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    • Dieter Lienau  •  vor 5 Monaten
      Wenn ich die V.D. L. schon sehe,mir ist übel.
    • Silke ☺  •  vor 5 Monaten
      Seit wann arbeiten die Parteien überhaupt? Sie bewerfen sich doch nur noch gegenseitig mit Dreck.
      • Buck vor 5 Monaten
        Genau!
        Dreck am Stecken zum Werfen haben sie ja genug.
    • ichbinsauer  •  vor 5 Monaten
      "In einem Moment, in dem alle anderen Parteien - auch die Bundes-CDU - einem linksgrünen Zeitgeist hinterher rennen, muss die FDP die Werte der Sozialen Markwirtschaft wie Freiheit, Leistungsgerechtigkeit und Eigenverantwortung verteidigen."

      Soziale Marktwirtschaft? Lässt man die Märkte sich nun selbst regulieren, ohne immer wieder Geld zur Rettung eines "Marktes" zu verpulvern? Leistungsgerechtigkeit? Kriegen die Zeitarbeitersklaven dann endlich den gleichen Lohn wie die Festangestellten? Eigenverantwortung? Klingt ganz schlecht, heißt nämlich im Politikerdeutsch nichts anderes, als irgendwelche neuen, unsinningen Zwangsversicherungen?

      DAS wird nichts!
      • Frank vor 5 Monaten
        hast du die hauptschule nicht beendet? du hast null ahnung, laberst nur so dahin; lol
      • ichbinsauer vor 5 Monaten
        Na, du musst es ja wissen.
      • Elke vor 5 Monaten
        ich stimme Dir voll zu !!
    • Willbur  •  vor 5 Monaten
      Schickt den Rösler auf die Phillipinen. Da kann er mit seinem dummen Gequatsche das Hochwasser erschrecken. Zu irgendwas muß der Kerl doch zu gebrauchen sein.
    • Willbur  •  vor 5 Monaten
      Deutschland hat doch schon genug Versager in der Regierung,jetzt droht der Rösler auch noch mit Sacharbeit.Ist Deutschland nicht schon genug gestraft, warum sollen noch mehr Nichtskönner mit uns machen dürfen, was sie wollen?
    • Heinz  •  vor 5 Monaten
      wie soll das gehen mit der sacharbeit ? die ratten verlassen das sinkende schiff !
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