Koblenz/Mainz/Schwerin (dapd). In der Union organisierte Mittelständler begrüßen die Absage von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an gemeinsame Anleihen der Euro-Staaten. Der Vorsitzende des Parlamentskreises Mittelstand, Michael Fuchs (CDU), sagte der Koblenzer "Rhein-Zeitung" laut Vorabbericht: "Die Kanzlerin hat Euro-Bonds ganz eindeutig an Bedingungen geknüpft. So eindeutig, dass erst einmal die Haushalte gleichermaßen in Ordnung gebracht werden müssen."
Fuchs sagte, er sei gegen Euro-Bonds, so lange es keine Gleichstellung der Fiskalpolitiken gibt. "Wenn ein Land Schulden macht, wie es will, andere sich aber an die Schuldengrenzen halten, dann kann es keine Euro-Bonds für dieses Land geben. Man kann durchaus darüber nachdenken, dass das als Sanktionsmechanismus gehandelt wird", sagte er.
Der Vorsitzende des Bundestags-Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU) sagte der "Schweriner Volkszeitung", er fürchte, dass eine Vergemeinschaftung von Schulden faktisch zur Regel und der Euro-Raum zur Transferunion werden könne. Griechenland habe zu keinem Zeitpunkt die Voraussetzungen erfüllt, um Mitglied des Euro-Raumes zu werden. "Wenn man die Jacke einmal beginnt, falsch zuzuknöpfen, kann man immer weiter machen, sie wird nie richtig sitzen", sagte er.
dapd


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