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    Unruhen auf den Malediven weiten sich aus

    Zurückgetretener Präsident bei Demo in Male verletzt

    Die Unruhen auf den Malediven, wo sich derzeit rund 5000 deutsche Urlauber aufhalten, haben sich ausgeweitet. Nach dem Machtwechsel in der Hauptstadt Male gab es auf mindestens zwei Inseln im Süden des Archipels Angriffe auf Polizeistationen. In Male wurde bei einer Demonstration der am Vortag nach einer Meuterei der Polizei zurückgetretene Präsident Mohamed Nasheed von Sicherheitskräften verletzt.

    Die ersten Eindrücke über einen unblutigen Machtwechsel wurden am Mittwoch wiederlegt. Der im Jahr 2008 mit deutlicher Mehrheit als Präsident gewählte Nasheed beschuldigte seinen bisherigen Stellvertreter und Nachfolger Mohamed Waheed, hinter dem Umsturz zu stecken. Er sei am Dienstag von bewaffneten Polizei- und Armeeoffiziere zum Rücktritt gewzungen worden, fügte Nasheed im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP hinzu. Seine Demokratische Partei (MDP) bezeichnete den Machtwechsel als illegitim.

    Der aus 1192 Inseln bestehende Staat im Indischen Ozean hat nur knapp 400.000 Einwohner. Mehrere tausend beteiligten sich am Mittwoch an Demonstrationen gegen den Umsturz in Male. Der Bürgermeister des im Süden gelegenen Addu, Abdulla Sodig, sagte, dort sei eine Polizeistation gestürmt worden, zwei andere würden von Demonstranten belagert. Auf der Insel Thinadhoo griff eine Menge von rund eintausend Demonstranten laut der Schilderung eines Regierungsmitarbeiters sowohl eine Polizeistation als auch ein Justiz- und ein weiteres Regierungsgebäude an.

    Nasheed wurde bei einer Demonstration in Male verletzt, wie Armeesprecher Ibrahim Asim bestätigte. Nasheeds Cousine Eva Abdulla sagte darüber hinaus, dass mehrere Mitglieder der MDP bei den Auseinandersetzungen in der Hauptstadt verletzt worden seien. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachtete, dass die Polizei gegen Demonstranten Tränengas und Schlagstöcke einsetzte. Die Demonstranten warfen ihrerseits Steine.

    Nasheed sagte AFP in einem Telefongespräch, er habe sich am Dienstag in das Hauptquartier der Armee begeben und sei dort auf rund 18 bewaffnete Polizei- und Armeeoffiziere "mittleren Ranges" gestoßen. "Sie haben mir gesagt, dass sie ihre Waffen benutzen, wenn ich nicht zurücktrete." Nasheed hatte seinen Rücktritt verkündet, nachdem die Polizei gemeutert und den staatlichen Fernsehsender besetzt hatte.

    Der neue Präsident Waheed wies die Umsturzvorwürfe zurück. "Es ist falsch, die Vorgänge als Staatsstreich zu bezeichnen", sagte er vor Journalisten. "Wir wussten nicht, dass dies passieren würde."

    Die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton erklärte, sie sei "zutiefst besorgt" über die Lage auf den Malediven. Verfassung, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte müssten gewahrt bleiben. Die Bundesregierung appellierte an die Verantwortlichen, "demokratische und verfassungsrechtliche Prinzipien zu achten".

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    7 Kommentare

    • Essweh83  •  vor 3 Monaten
      Wenn die Klimaerwärmung nicht nur eine Klimalüge wäre würde sich der ganze Krawall ja früher oder später von ganz alleine regeln aber so werden jetzt erstmal Chaos-Zustände herrschen - eventuell auch ein Bürgerkrieg?
    • rebin0201  •  vor 3 Monaten
      Schickt den Lawrow hin. Der weiss wie man Frieden wieder herstellt.
    • Takuya  •  vor 3 Monaten
      Es gibt keine Paradiese mehr - überall ist der Mensch ! Und dann natürlich auch wieder im Namen " Allahs " :(
    • Jorgo  •  vor 3 Monaten
      Es müsste doch bald jedem auffallen, dass es bei islamistischen Staaten stinkefaul ist.
    • Veritussi  •  vor 3 Monaten
      Da steckt mal wieder sicher der Westen dahinter. Nachdem vor einigen Wochen die Spas in vielen Hotels geschlosssen blieben, weil die frommen Muslime dort Bor delle vermuteten und Rambazamba gemacht haben.
      Also hat der Westen jetzt den Putsch arrangiert und wird demnächst einmarschieren um dafür zu sorgen, dass der dekadente Urlauber auch in Zukunft sich dort der L ust im Spa hingeben kann.
      Dann wird man auch wieder Bibeln mitnehmen dürfen, deren Einfuhr bisher verboten ist.
      • Hulda_von_der_Fulda vor 3 Monaten
        BIBELN FÜR DIE MALEDIVEN:
        BARBIEPUPPEN FÜR DEN IRAN !
      • Essweh83 vor 3 Monaten
        Barbie aber bitte nur mit Ken.
    • Fritz Katz  •  vor 3 Monaten
      und wieder einmal unruhen in einem als besonders rigid bekannten islamischen staat.
      urlauber werden davon nix merken - die werden auf ghetto-urlauberinseln untergebracht, und haben außer dem servicepersonal kaum umgang mit den dort lebenden einwohnern. wer da von wem abgeschottet ist, ist zu hinterfragen.
      • chichi vor 3 Monaten
        Wenn du schon mal dort warst ,und dich nur im getto aufgehalten hast ,herzliches beileid .ich habe sie als liebenswerte menschen kennengelernt .waere genauso ,wenn man alle menschen in deutschland an wullf messen wuerde...........
    • Daniel  •  vor 3 Monaten
      Herzlichen Glueckwunsch Yahoo! Wieder einmal ein absolut politisch korrekter Artikel. Das Wort Islam und Islamismus wurde bestens vermieden! Koennte der muendige Buerger doch moeglicherweise wieder einmal erfahren das hier der ansonsten ja ach sooo friedliche Islam sich in Form von Islamisten an die Macht putschen will. Gut das man sich auch woanders im Internet informieren kann, denn wer mur die haelfte der Nachricht kennt....weiss nichts!
      • Essweh83 vor 3 Monaten
        Im gestrigen Artikel wurden Ross und Reiter noch eindeutig benannt, unter anderen fiel dabei der Begriff Saudi-Arabien, sicher kein Zufall, die sind schließlich auch sonst immer vorne dran wenn es ein Land ins Mittelalter zu bugsieren gilt.
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