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    US-Justiz vergisst Studenten fünf Tage in Gefängniszelle

    23-Jähriger trank aus Verzweiflung eigenen Urin

    Die US-Justiz hat einen Studenten fünf Tage lang in einer Gefängniszelle vergessen. Aus Mangel an Essen und Trinken habe er entschieden, seinen eigenen Urin zu trinken, berichtete 23-jährige Daniel Chong. "Ich musste tun, was ich tun musste, um zu überleben. Am dritten Tag bekam ich Halluzinationen. Ich bin wahnsinnig geworden", sagte Chong.

    Er habe sterben wollen und mit dem zerbrochenen Glas seiner Brille "Sorry Mum" in seinen Arm geritzt, sagte Chong im TV-Sender NBC. In seiner Kehle fanden Mediziner demnach Glassplitter, die der Student offenbar geschluckt hatte. In der Zelle habe er zudem weißes Pulver gefunden und zu sich genommen, so Chong. Wie sich später herausstellte, handelte es sich dabei um das Rauschgift Metamphetamin.

    Laut NBC klagt der Student auf Schmerzensgeld in Höhe von 20 Millionen Dollar (rund 15 Millionen Euro). "Ich weiß noch immer nicht, was passiert ist. Die Wärter kamen nicht zurück und ignorierten alle meine Schreie", sagte Chong, der nach eigenen Angaben in der Haft sieben Kilo abnahm.

    Der 25-Jährige war vor zwei Wochen bei einer Razzia zusammen mit acht weiteren Verdächtigen festgenommen und in den Räumen der Drogenbekämpfungsbehörde im kalifornischen San Diego verhört worden. Dabei wurden die Verdächtigen zwischen Verhörräumen und Gefängniszellen hin- und hergeschickt, wie die Behörde bestätigte. Demnach wurden sieben Verdächtigte nach dem Verhör in eine Haftanstalt gebracht, einer freigelassen und einer in der Zelle vergessen.

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    Die Drogenbekämpfungsbehörde entschuldigte sich bei Chong und kündigte eine Untersuchung an. Bei der Razzia am 21. April waren in einem Haus Waffen, Munition und Drogen gefunden worden.

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