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    US-Senat kürzt nach Urteil gegen pakistanischen Arzt Pakistan-Hilfe

    Chirurg hatte CIA beim Aufspüren von Bin Laden geholfen

    Aus Protest gegen das Urteil gegen einen pakistanischen Arzt, der den USA bei der Suche nach dem früheren Al-Kaida-Chef Osama bin Laden geholfen hatte, kürzt der US-Senat die Finanzhilfe für Pakistan. Der Bewilligungsausschuss beschloss am Donnerstag einstimmig, die finanzielle Unterstützung in Höhe von insgesamt einer Milliarde Dollar (79 Millionen Euro) um die symbolische Summe von 33 Millionen Dollar zu kürzen - eine Million Dollar für jedes Jahr, das der Chirurg Shakeel Afridi in Haft soll.

    Afridi war am Mittwoch von einem Stammesgericht im Nordwesten Pakistans wegen Landesverrats zu 33 Jahren Haft und einer Geldstrafe von umgerechnet rund 2700 Euro verurteilt worden. Er hatte im Auftrag des US-Geheimdiensts CIA eine Impfkampagne in Abbottabad vorgetäuscht, um über DNA-Material dem Versteck Bin Ladens auf die Spur zu kommen. US-Senatoren forderten Pakistan daraufhin auf, den Arzt zu begnadigen und "unverzüglich" freizulassen.

    "Wir brauchen Pakistan, und Pakistan braucht uns", betonte der republikanische Senator Lindsey Graham, der die Kürzung der Gelder gefordert hatte. Die USA seien aber nicht damit einverstanden, dass sich Pakistan "doppelzüngig" verhalte und nicht erkenne, dass die Tötung Bin Ladens gerecht gewesen sei. Seine demokratische Senatskollegin Dianne Feinstein sagte, Afridi sei kein "Spion". Er solle vielmehr "gelobt und ausgezeichnet werden". Nach dem Ausschuss muss nun noch der gesamte Senat über die Kürzung der Pakistan-Hilfe abstimmen.

    Auch US-Außenministerin Hillary Clinton kritisierte das Urteil gegen Afridi als "ungerecht und ungerechtfertigt". Die US-Regierung bedaure sowohl seine Verurteilung als auch das hohe Strafmaß, sagte Clinton in Washington. Afridi habe dabei geholfen, "einen der weltweit meistgesuchten Mörder" zu finden.

    Seit den Anschlägen vom 11. September 2001 auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington mit fast 3000 Toten war Bin Laden der Staatsfeind Nummer eins der USA. Fast ein Jahrzehnt lang konnte er sich verstecken, bis die US-Geheimdienste ihn und seine Familie im pakistanischen Abbottabad aufspürten. Eine US-Spezialeinheit stürmte das Anwesen in der Nacht zum 2. Mai 2011 und erschoss den Al-Kaida-Chef.

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