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    US-Soldaten in Afghanistan wegen Drogenvorwürfen im Zwielicht

    Washington (dapd). Wegen des Verdachts auf Missbrauch und Verbreitung von Heroin, Morphin und anderen Drogen haben die US-Streitkräfte Ermittlungen gegen 56 Soldaten in Afghanistan eingeleitet. Das geht aus Daten der US-Militärstrafbehörde (CID) hervor, die die Gruppe Judicial Watch angefordert hatte. Acht Soldaten starben zwischen 2010 und 2011 an einer Überdosis.

    Die Fälle gelten jedoch nur als Spitze des Eisbergs in einem möglichen Drogenskandal um amerikanische Truppen in Afghanistan. Die üppigen Mohnplantagen Afghanistans stellen bis zu 90 Prozent des weltweiten Opiumhandels. Entsprechend schwierig ist es für die US-Streitkräfte, Verstöße der im Land verstreuten Truppen umfassend zu untersuchen.

    In einer Stellungnahme bezeichneten Militärvertreter die fast uneingeschränkte Verfügbarkeit von Opium allerdings nicht als schwerwiegendes Problem. "Wir haben sporadische Fälle, sehen es aber nicht als weitverbreitetes Problem an", sagte ein Sprecher, Oberst Tom Collins. "Wir haben die Mittel, das zu kontrollieren."

    Nach Militärangaben sind während der Dienstzeit stichprobenartige Drogentests vorgesehen. Ziel sei es, jeden Soldaten mindestens einmal pro Jahr zu testen. Ranghohen Militärangehörigen zufolge wurden die Vorgaben nicht erfüllt. Allerdings arbeite man daran. Vierteljährliche Statistiken der CID zeigten überdies, dass der Drogenmissbrauch von Soldaten in Afghanistan nicht schlimmer als bei den heimischen Truppenverbänden sei, hieß es weiter.

    Judicial Watch zeigte sich in einer Stellungnahme besorgt. Die Zahlen seien ein Signal, dass die Militärführung die Truppen in Afghanistan mit Blick auf Drogenmissbrauch überwachen und warnen müsse, sagte Präsident Tom Fitton. Man sei besorgt, dass "die das Militär die Gefahr, vor allem die Todesgefahr, nicht voll und ganz eingeräumt hat."

    http://www.cid.army.mil/

    http://www.judicialwatch.org/

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