WAS IHRE FREUNDE LESEN

    US-Spielemacher Zynga rutscht in die roten Zahlen

    New York (dapd). Die auf Onlinegames spezialisierte US-Firma Zynga hat im zweiten Quartal Verluste eingefahren. Das Minus in der Zeit von April bis Juni belaufe sich auf 22,8 Millionen Dollar, teilte das Unternehmen am Mittwoch (Ortszeit) in New York mit. Vor einem Jahr hatte Zynga noch 1,4 Millionen Dollar Gewinn gemacht.

    Die Zynga-Aktien sanken im nachbörslichen Handel auf ein Rekordtief von 3,19 Dollar und zogen auch die Facebook-Papiere mit sich. Facebook wollte am (heutigen) Donnerstag erstmals seit dem Börsengang Quartalszahlen präsentieren.

    Der Umsatz von Zynga stieg um 19 Prozent auf 332 Millionen Dollar. Analysten hatten 342 Millionen Dollar erwartet. Auch die Zahl der Spieler nahm zu. Allerdings ging der Zuwachs zu großen Teilen auf die Übernahme des Spieleproduzenten OMGPop zurück, der unter anderem für das populäre Mobile-Game "Draw Something" verantwortlich ist. Zynga bietet seine Spiele hauptsächlich auf Facebook kostenlos an und verdient erst dann Geld, wenn die Spieler für virtuelle Güter in den Games bezahlen.

    Das Unternehmen senkte seine Prognose für das Gesamtjahr und verwies dabei auf Verzögerungen bei neuen Spielen und Herausforderungen auf der Facebook-Plattform. Zynga rechnet nun mit Einkünften von vier bis neun Cent pro Aktie für 2012. Im April lag die Schätzung noch bis 23 bis 29 Cent pro Aktie. Analysten hatten 26 Cent erwartet.

    Die Facebook-Aktien fielen im nachbörslichen Handel um 7,6 Prozent auf 27,11 Dollar. Zynga war im Dezember an die Börse gegangen. Der Ausgabepreis betrug damals zehn Dollar.

    © 2012 AP. All rights reserved

    Quizaction