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    USA warnen vor Terrorgefahr durch Ableger von Al-Kaida

    Verbindungen Irans zu Terrorgruppen angeprangert

    Während die Keimzelle von Al-Kaida nach dem Tod von Osama bin Laden und anderen Anführern zunehmend an Bedeutung verliert, stufen die USA die Ableger des Terrornetzwerks dagegen als wachsende Gefahr ein. Vor allem von der Al-Kaida-Organisation auf der arabischen Halbinsel gehe "eine besonders ernste Bedrohung" aus, erklärte das US-Außenministerium. Washington prangerte auch Verbindungen des Iran zu Terrorgruppen an.

    Der Kern von Al-Kaida in Afghanistan und Pakistan sei "auf dem Weg des Niedergangs", schrieb das US-Außenministerium in einem Bericht zu den weltweiten Terrorgefahren. Eine US-Spezialeinheit hatte bin Laden am 2. Mai 2011 in einer Kommandoaktion in seinem Versteck in Pakistan getötet. Außerdem nimmt die Regierung von Präsident Barack Obama mit Drohnenangriffen die Führungsriege von Al-Kaida in ihren Rückzugsgebieten in den pakistanischen Stammesregionen ins Visier. Anfang Juni töteten die USA dabei nach eigenen Angaben die Nummer zwei des Terrornetzwerks, Abu Jahja al-Libi.

    Das Außenministerium stellte aber zugleich den "Aufstieg" von mit Al-Kaida verbündeten Gruppen weltweit fest. Der Ableger auf der arabischen Halbinsel breite sich insbesondere im Jemen aus. Der nordafrikanische Al-Kaida-Zweig habe mit Lösegeldern aus Entführungen seine Kriegskasse aufstocken können. Auch im Irak seien Al-Kaida-Anhänger trotz schwerer Verluste weiter "widerstandsfähig" und würden sich nach Syrien orientieren, um dort während des Aufstands gegen Staatschef Baschar al-Assad Fuß zu fassen.

    In dem Bericht an den US-Kongress bringt das Außenministerium weiterhin Sorgen über die islamistische Sekte Boko Haram in Nigeria zum Ausdruck. Die Organisation, die für einen unabhängigen islamischen Staat im mehrheitlich muslimischen Norden des Landes kämpft und regelmäßig Anschläge verübt, soll ebenfalls Beziehungen zu Al-Kaida unterhalten.

    Den Iran nannte das US-Außenministerium den "führenden Geldgeber für terroristische Aktivitäten in der Welt". Teheran unterstütze militante Gruppen überall im Nahen Osten, kritisierte das US-Außenministerium. Dabei versuche die iranische Regierung, die "ungewissen politischen Bedingungen" in der Umbruchzeit des Arabischen Frühlings für sich zu nutzen. Teheran liefert dem Bericht zufolge Waffen an die Hamas und andere radikale Palästinensergruppen sowie die Hisbollah-Miliz im Libanon. Außerdem hätten die iranischen Revolutionsgarden Taliban-Kämpfer in Afghanistan ausgebildet.

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