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    Verbraucherschützer fordern niedrigere Dispo-Zinsen

    "Berlin muss gesetzlichen Rahmen schaffen"

    Die Bundesregierung sollte nach Meinung von Verbraucherschützern die Dispositionszinsen von Banken per Gesetz beschränken. "Die Bundesregierung muss die Dispozinsen endlich gesetzlich deckeln", sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbandes, Gerd Billen, der "Bild"-Zeitung. Er kritisierte, Banken und Sparkassen bekämen "Geld zum Nulltarif, bürden die Kosten der Finanzkrisen aber den Verbrauchern auf. Das ist unerträglich!"

    Die Geldinstitute können sich derzeit bei der Europäischen Zentralbank (EZB) mit einem Leitzins von 1,0 Prozent besonders günstig Geld besorgen. Trotzdem verlangen die deutschen Banken in Europa überdurchschnittlich hohe Dispozinsen, wenn Kunden ihre Girokonto überziehen. Zahlen des des Bundesfinanzministeriums zufolge verlangten sie zuletzt durchschnittlich 10,24 Prozent. Der Durchschnitt im Euro-Raum betrug demnach 8,84 Prozent. Billen kritisierte in der "Bild"-Zeitung, "alles über zehn Prozent ist Wucher".

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