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    Verdacht auf Zensur bei Google-News

    Das Onlinemagazin Teltarif.de wirft der Suchmaschine Google unklare Kriterien für den Ausschluss von Medien und Inhalten bei der Suche in "Google News" vor. "Neben Teltarif.de sind nach unseren Beobachtungen auch weitere bekannte und in der Presse viel zitierte Verbrauchermedien wie Verivox.de und Toptarif.de inzwischen nicht mehr bei Google News zu finden", erklärt Pressesprecherin Rafaela Möhl. Google habe damit begonnen, immer mehr Medien in dieser Rubrik nicht mehr zu berücksichtigen. Ergebnisse von bestimmten Quellen zu aktuellen Themen blendet Google nicht mehr ein, sie seien bei anderen Suchmaschinen wie Bing oder Yahoo zu finden, so Teltarif und wirft Google eine Ungleichbehandlung von Medien vor.



    "Die Ausschlusskriterien sind unklar", kritisiert Möhl. Die Antwort von Google auf Nachfrage von Teltarif überzeugt nicht wirklich. Die Suchmaschine verwies die Redaktion auf allgemeine Richtlinien, die offenbar besagen, dass bei "Google News" beispielsweise keine Informationen, Tipps, Anweisungen und Ratgeberseiten erfasst werden. Würde Google seine eigene Linie konsequent durchziehen, müssten viele in der Suche gelistete Medien und Inhalte aus Google News verschwinden, was aber offenbar nicht der Fall ist. Nach wie vor sind bei Google News etliche Ratgeberinhalte und Produktinformationen zu verschiedensten Themen zu finden. Sollte das so bleiben, schreibt Teltarif, müsste man schlussfolgern, "dass Google willkürlich Medien und Inhalte aus Google News ausschließt". Die Nutzer würden über diese Änderungen nicht informiert. Teltarif sorgt sich um die Informationsfreiheit des Verbraucherjournalismus und berichtet weiter, dass bereits jetzt zahlreiche Informationen, Hinweise und Entwicklungen zu aktuellen Produkten und Tarifen aus den Bereichen Festnetz, Internet, Mobilfunk, Strom und Finanzen nicht mehr in der "Google News"-Rubrik zu finden sind.



    Nicht alle Verlagshäuser wären darüber unglücklich, wenn ihre Medien und Inhalte nicht bei Google News erscheinen würden. Einige Verleger, allen voran der Medienunternehmer Hubert Burda, werfen Google vor, Inhalte Dritter auf Suchseiten einzublenden und kräftig an dort erscheinenden Werbeeinträgen zu verdienen. Statt Google als Katalysator für die eigenen werbefinanzierten Portale zu nutzen, sehen viele traditionellen Verlage in Suchmaschinen eine lästige Konkurrenz auf dem nur noch stagnierenden Werbemarkt.

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