Der Vorfall sorgte für Entsetzen: Ein verschlafener Co-Pilot der kanadischen Fluggesellschaft Air Canada lenkte eine Maschine mitten über dem Atlantik in einen plötzlichen Sturzflug. 16 Menschen wurden bei dem aberwitzigen Manöver verletzt. Nun ist der Grund für die Aktion des Co-Piloten bekannt geworden: Er hatte den Planeten Venus mit einem näherkommenden Flugzeug verwechselt.
Die 103 Menschen an Bord des Air Canada Flugs 878 von Toronto nach Zürich wussten nicht, wie ihnen geschah, als mitten über dem Atlantik ihr Flugzeug urplötzlich im Sturzflug Richtung Erde raste. Die rapide Kursänderung verursachte Chaos: "Ich schlief und wurde buchstäblich und gewaltsam aus meinem Sitz an die Decke geschleudert", berichtete eine Passagierin der staatlichen Rundfunkanstalt Kanadas CBC. So wie ihr erging es mehreren Reisenden, die während des Flugs nicht angeschnallt waren. Doch nicht nur Menschen wurden in die Luft katapultiert, auch Laptops und ähnliche Gegenstände flogen durch das Innere der Personenmaschine. 14 Fahrgäste und zwei Flugbegleiter wurden verletzt, sieben von ihnen mussten in Zürich im Krankenhaus behandelt werden.
Der dramatische Vorfall ereignete sich bereits im Januar vergangenen Jahres. Doch erst jetzt wurde ein Bericht veröffentlicht, der die haarsträubende Ursache dafür bennent: Schuld war ein schlaftrunkener Co-Pilot. Er hatte während des Fluges ein routinemäßiges Nickerchen gemacht, bis ihn der Kapitän weckte und auf eine Warnleuchte aufmerksam machte. Das Näherkommen eines Militärjets wurde angekündigt. Anscheinend noch völlig verschlafen hielt der erste Offizier an Bord das Leuchten des Planeten Venus für die Bordlichter der Militärmaschine. Um einen Frontalcrash zu verhindern steuerte der Co-Pilot das Flugzeug panisch in einen Sturzflug.
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Ganze 46 Sekunden dauerte es, bis der Kapitän das Flugzeug wieder in eine stabile Lage bringen und den völlig orientierungslosen Kollegen zur Ordnung rufen konnte. Offensichtlich hatte der verantwortliche Flieger die zulässige Dauer von 40 Minuten für ein Nickerchen überschritten und die darauffolgenden 15 Minuten Aufwachphase ignoriert.
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