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    Versicherungsbetrug? Mann täuscht Ertrinkungstod vor

    Um die Versicherung abzukassieren, heckten ein Vater und sein Sohn in den USA möglicherweise einen tückischen Plan aus. Der Sohn meldete der Polizei, dass er seinen Vater zuletzt am Strand von New York gesehen habe. Nach erfolgloser Suche ging man davon aus, dass er ertrunken sei. Doch dann tauchte der 47-Jährige im entfernten Florida wieder auf: gesund und munter. Sein Sohn hatte derweil versucht, das Geld der Lebensversicherung zu kassieren. Die Behörden vermuten nun ein abgekartetes Spiel – doch inzwischen beschuldigen sich die beiden gegenseitig.

    Raymond R. muss sich wegen des Verdachts des Versicherungsbetrugs vor Gericht verantworten. (Bild:AP)Seit dem 28. Juli 2012 galt Raymond R. laut „New York Post“ als vermisst. Sein Sohn Jonathan R. habe damals erklärt, dass er seinen Vater zuletzt auf dem Weg zum Meer am Jones Beach von New York gesehen habe. Eine rund 36.000 Euro teuere Suche war erfolglos. Was Küstenwache und  Polizei damals nicht wussten: Der Mann war kerngesund – befand sich jedoch im knapp 2.000 Kilometer entfernten Florida, später dann in South Carolina. Dort wurde der Arbeitslose laut „Huffington Post“ von einem Polizisten wegen überhöhter Geschwindigkeit auf einem Highway angehalten. Als der Beamte bei der Kontrolle feststellte, dass es sich um den Vermissten handelte, erklärte dieser, er sei auf dem Rückweg nach New York. Der Polizist ließ ihn weiterfahren. Nachdem die Ehefrau E-Mails von ihrem Mann entdeckte, die dieser nach seinem „Tod“ an ihren Stiefsohn Jonathan geschrieben haben soll, habe sie sich mit der Polizei in Verbindung gesetzt, schreibt die „Huffington Post“. Sie habe von einem möglichen Komplott nichts gewusst, erklärte sie.

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    Nach Informationen der "New York Post" wurde der Vermisste jüngst in Oceanside, Florida verhaftet. Der 47-Jährige kam vorerst gegen eine Kaution in Höhe von etwa 81.000 Euro wieder auf freien Fuß. Nun wird ihm allerdings eine Straftat vorgeworfen: Versicherungsbetrug. Doch Raymond R. weist jede Verantwortung von sich. Nicht er habe den Plan ausgeheckt, sondern sein Sohn Jonathan, sagte sein Anwalt Brian Davis der „New York Post“. "Die Versicherung hat damit nicht gar nichts zu tun", ließ er erklären. Wenn der Sohn das behaupte, sei das seine Sache - und seine Idee. Er sei überrascht darüber, dass sein Sohn sich die Police ausbezahlen lassen wollte. 

    Sein Klient sei lediglich wegen der schlimmen Situation zu Hause geflüchtet. Kathleen Rice, Staatsanwältin in dem New Yorker Bezirk Nassau County, kauft ihm das allerdings nicht ab. Sie geht davon aus, dass „Vater und Sohn beide bereitwillig an dem Betrug teilgenommen haben“. Der Tatverdächtige habe geglaubt, dass sein Sohn und seine Frau durch die Lebensversicherung mindestens 334.000 Euro abkassieren würden, und er ein neues Leben in Florida anfangen könne. Überwachungskameras sollen am 28. Juli Vater und Sohn gefilmt haben, wie sie in getrennten Autos an den Strand fuhren – nicht in einem Wagen, wie Jonathan R. gegenüber der Polizei behauptet hatte. Raymond R. sei dann später mit seinem Auto Richtung Florida gefahren, So Rice. „Keine Frage: Sie haben für den Versicherungsbetrug wesentliche Vorkehrungen getroffen.“

    Eine Schlammschlacht zwischen Vater und Sohn beginnt

    Offenbar habe Raymond R. aus irgendeinem Grund geglaubt, dass seine zwei Lebensversicherungen nach dem 31. Juli nicht mehr gültig seien. Sein Sohn Jonathan wurde vergangene Woche ebenfalls festgenommen und mittlerweile gegen eine Kaution von etwa 8.100 Euro wieder freigelassen. Bezüglich des Versicherungsbetrugs plädiert er ebenfalls auf „nicht schuldig“. In den Gerichtsakten heißt es, er habe aber zugegeben, dass er wusste, dass sein Vater nie ertrunken sei, so die „New York Post“. Sein Anwalt geht davon aus, dass es gelingen werde, Jonathans Vater als Drahtzieher des heimtückischen Plans zu entlarven. „Es ist traurig, dass ein Vater seinen Sohn zu so etwas bringt und ihn dann in der Tinte sitzen lässt“, sagte er dem Blatt. „Der Mann wusste genau, was er tat. Was für ein Vater macht so etwas?“

    Das merkwürdige Verhalten von Vater Raymond R. – dass dieser mit seinem Auto von Florida nach South Carolina fuhr – erklärt sein Anwalt damit, dass sein Klient zu dem Zeitpunkt Raucherentwöhnungsmedikamente genommen habe, die angeblich eine bipolare Störung hervorriefen. Eine Behauptung, die R.s Ehefrau, die sich mittlerweile ebenfalls einen Anwalt genommen hat, seltsam findet. Es sei verwunderlich, dass Raymond R. in den vergangenen 47 Jahren nie etwas von dieser Krankheit bemerkt habe, ließ ihr Anwalt laut „New York Post“ verlauten.



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