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    Versuchter Raubmord in Berlin-Mitte aufgeklärt

    Berlin (dapd-bln). Nach intensiven Ermittlungen ist ein versuchter Raubmord in Mitte aufgeklärt worden. Die drei mutmaßlichen Täter wurden festgenommen. Sie stehen im Verdacht, am 14. April einen 22-jährigen Berlin-Touristen aus Paderborn überfallen zu haben. Das Opfer wurde durch Messerstiche lebensgefährlich verletzt und konnte nur durch zwei Notoperationen gerettet werden.

    Der mutmaßliche Haupttäter sei bereits am Samstag festgenommen worden, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Gemeinsam mit seinen Begleitern soll der 23-Jährige den Besucher eines Clubs an der Dircksenstraße in der Nacht an einen abgelegenen Ort gelockt haben, um angeblich gemeinsam Drogen zu nehmen.

    Den Ermittlungen zufolge entwendet ein 20-Jähriger dem Touristen zunächst die Geldbörse, der 23-Jährige eine Digitalkamera. Anschließend soll der Ältere mehrfach mit einem Messer auf das Opfer eingestochen haben. Dann flüchtete das Trio. Der junge Mann brach kurz darauf zusammen. Passanten alarmierten die Rettungskräfte.

    Bundespolizisten nahmen den 23-Jährigen eine Woche nach der Tat fest, nachdem er von Fahrgästen beim Graffiti-Schmieren in einer S-Bahn beobachtet worden war. Bei der Überprüfung habe er die Messerstiche gestanden, sagte ein Polizeisprecher. Er erhielt Haftbefehl wegen versuchten Raubmordes.

    Die Namen seiner beiden Begleiter nannte er laut Polizei nicht. Sie konnten aber nach intensiven Ermittlungen am Dienstag festgenommen werden. Beide räumten ein, bei der Tat dabei gewesen zu sein.

    Der 20-Jährige wurde am Mittwoch einem Ermittlungsrichter vorgeführt und erhielt Haftbefehl wegen schweren Raubes. Gegen einen 19-Jährigen wird wegen unterlassener Hilfeleistung ermittelt. Er wurde am Mittwoch entlassen. Das Opfer liegt noch im Krankenhaus, befindet sich aber offenbar auf dem Weg der Besserung.

    dapd

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