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    Verwaltungskosten im Gesundheitswesen zu hoch

    Aktuelle Vergleichsdaten zur Leistungsfähigkeit der Gesundheitssysteme in den OECD-Ländern liefert die im November 2011 veröffentlichte OECD-Studie ‚Health at A Glance 2011'. „Während die Kosten für das Gesundheitswesen generell in der gesamten OECD steigen, steht Deutschland im internationalen Vergleich erfreulicherweise gut da", betont Dr. Norbert Smetak, niedergelassener Kardiologe und Bundesvorsitzender des BNK. „So stiegen hierzulande die gesamten Gesundheitsausgaben im Zeitraum 2000 bis 2009 jährlich um 2,0. Demgegenüber ergab sich im OECD-Durchschnitt ein Anstieg von 4,0 % pro Jahr. Damit belegt Deutschland Platz 28 von 34. Die ambulante Versorgung betreffend wurde für Deutschland sogar nur ein Kostenanstieg von 1,9 % ermittelt, für den OECD-Durchschnitt von 3,4 %. Hier liegen wir auf Platz 18 von 23 bewerteten Ländern. Anzumerken ist außerdem, dass der Anteil der ambulanten Versorgung an den Kosten in Deutschland unterdurchschnittlich ist: er beträgt bei uns 29 %, im Durchschnitt 33 %. Platz 1 belegt Deutschland bei den Wartezeiten auf Facharzttermine - diese sind in keinem Land kürzer! Und auch hinsichtlich des Zugangs zur ärztlichen Versorgung in Abhängigkeit vom Einkommen schneidet unser System mit Platz 3 von 15 sehr gut ab." =Bei Verwaltungskosten steht Deutschland mit an der Spitze =

    Ganz anders gestaltet sich jedoch der Blick auf die Verwaltungskosten, wo Deutschland auf Platz 3 von 23 mit an der Spitze steht. „Der Anteil dieser Kosten an den Gesamtausgaben beträgt bei uns rund 5,5 % gegenüber 3,0 % im OECD-Durchschnitt", erläutert Dr. Wolfgang Wesiack, niedergelassener Internist und Präsident des Berufsverbands Deutscher Internisten (BDI) ebenfalls unter Berufung auf die Ergebnisse der aktuellen OECD-Studie. „Es zeigt sich also, dass das deutsche Gesundheitssystem im internationalen Vergleich weitaus besser dasteht und auch kostengünstiger ist, als dies von Politikern und Kassenvertretern gerne dargestellt wird. Zu verdanken ist dies der unbeirrten Arbeit der Ärzteschaft. Lediglich bei den Verwaltungskosten ist reichlich Einsparpotenzial vorhanden. Was wir uns fragen: Kennen die Verantwortlichen diese Zahlen nicht? Oder versuchen sie ganz bewusst die Öffentlichkeit zu täuschen? Beides wäre zu verurteilen und man dürfte zurecht anzweifeln, ob derart verantwortungsvolle und hoch dotierte Positionen, in denen Glaubwürdigkeit das Maß aller Dinge sein sollte, noch mit den richtigen Personen besetzt sind."

    =Ärzteschaft ungerechterweise in Misskredit gezogen=

    „Seit geraumer Zeit tauchen in den Medien regelmäßig Behauptungen von Kassenvertretern auf, mit denen unseres Erachtens vorrangig die Ärzteschaft in Misskredit gebracht werden soll", kritisiert Smetak. „Jüngstes Beispiel ist folgende Aussage des Vorstandsmitgliedes des AOK-Bundesverbandes, Uwe Deh: ‚In Deutschland versickern Milliarden bei Ärzten oder in Krankenhäusern, ohne dass dies einen spürbaren Nutzen für die Patienten bringt.' Mit diesen Worten wurde Herr Deh am vergangenen Freitag (27.1.12) von der Augsburger Allgemeinen zitiert. Wir stellen fest, dass hier wieder einmal ohne belegbare Zahlen diffamierende Behauptungen aufgestellt wurden und diese anschließend ohne weitere Nachfrage sowie unkommentiert ihren Weg in die Öffentlichkeit fanden. Um das Niveau der Diskussion zu heben, sozusagen vom Bauch zum Kopf, möchten wir Internisten des BDI und BNK deshalb auf die Ergebnisse der aktuellen OECD-Studie ‚Health at A Glance 2011' hinweisen, die die Realität viel genauer und unverfälscht wiederspiegeln."

    Quellen:

    - OECD-Studie ‚Health at A Glance 2011'

    - http://www.augsburger-allgemeine.de/politik/AOK-kritisiert-Geldverschwendung-id18505121.html

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