Halb sieht es aus wie eine Baustelle, halb sieht es aus, als wäre eine Bombe eingeschlagen. Letztes kommt der Sache schon recht nahe. Denn in der Innenstadt von Viersen in Nordrhein-Westfalen ist am späten Montag Abend eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gesprengt worden. Anders ging es nicht, erklärte Bürgermeister Günter Thönnessen am Dienstag Mittag:
O-Ton Günter Thönnessen:
"Und dann war es leider so, dass es eine sehr tückische Bombe war, eine Bombe mit Säurezünder, die kann nicht weggebracht werden, sie kann auch nicht entschärft werden, sondern sie muss an Ort und Stelle gesprengt werden. Und das ist natürlich mitten in der Innenstadt erst mal eine riesengroße Aufgabe und eine riesengroßes Problem."
Nach Angaben der Stadt wurde das Zentrum evakuiert, in einem Radius von 500 Metern mussten alle Bewohner ihre Häuser verlassen. Bei der Sprengung sei dann auch niemand verletzt worden, allerdings sei ein erheblicher Sachschaden entstanden.
Der Schrecken schien den Anwohnern auch am Dienstag Mittag noch in den Knochen zu stecken. So wie Manfred Berghausen:
O-Ton Manfred Berghausen:
"Wir haben natürlich an München gedacht, war ja auch ganz schlimm da, viel schlimmer als hier. Da sind wir noch gut weggekommen. Aber, wie gesagt, war alles ein bisschen chaotisch hier, sehr chaotisch."
In München war Ende August ebenfalls eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gesprengt worden. Die fünf Zentner schwere amerikanische Bombe in Viersen wurde am Montag Mittag bei Bauarbeiten entdeckt.