Vielseitigkeitsreiter Michael Jung hat bei den Olympischen Spielen in London an seinem 30. Geburtstag nach dem Erfolg mit dem Team auch im Einzel die Goldmedaille gewonnen. Der Welt- und Europameister blieb auch im zweiten Spring-Umlauf fehlerfrei und siegte mit 40,60 Punkten vor der Schwedin Sara Algotsson Ostholt, die nach einem Abwurf am letzten Hindernis auf 43,30 Punkte kam. Bronze holte sich mit 44,80 Zählern Sandra Auffarth mit Opgun Louvo. Unterdessen gewann Canadier-Fahrer Sideris Tasiadis Silber.
Zuvor war Jung schon mit der Équipe zum Sieg geritten und hatte der deutschen Olympia-Mannschaft damit am vierten Wettkampftag die erste Goldmedaille beschert. Zusammen mit Ingrid Klimke (Abraxxas), Sandra Auffarth, Dirk Schrade (King Artus) und Peter Thomsen (Barny) setzte sich Jung mit 133,70 Punkten vor Großbritannien (138,20) und Neuseeland (144,40) durch.
Damit wiederholten die deutschen Vielseitigkeitsreiter den Triumph von Peking 2008, als neben der Mannschaft auch Hinrich Romeike (Nübbel) mit Marius im Einzel gewonnen hatte.
Olympia-Debütant Tasiadis paddelte derweil im Lee Valley White Water Centre in 98,09 Sekunden zur ersten Medaille der deutschen Slalom-Kanuten seit dem Olympiasieg von Alexander Grimm 2008 in Peking. Die Goldmedaille holte der Franzose Tony Estanguet (97,06), Olympiasieger von 2000 und 2004. Bronze ging an Michal Martikan aus der Slowakei (98,31), der bei den Sommerspielen von 1996 und 2008 triumphiert hatte.
Ole Bischof verpasste derweil sein zweites olympisches Gold, sicherte den deutschen Judoka bei den Spielen in London aber mit Silber die erste Medaille. Vier Jahre nach seinem Triumph von Peking unterlag der 32 Jahre alte Reutlinger in der Neuauflage des Finals von 2008 dem südkoreanischen Weltmeister und Weltranglistenersten Kim Jae-Bum.






