Kataplexie heißt die seltene Krankheit, die Kelly Timsons Leben für immer veränderte - und über die nun britische Medien wie die "Sun" ausführlich berichten. Bereits mit 16 Jahren wurde bei der Britin Narkolepsie, auch "Schlafkrankheit" genannt, diagnostiziert. Kataplektische Anfälle treten meist in Zusammenhang mit diesem Krankheitsbild auf. Als sie mit 19 Jahren ihren Erstgeborenen Charlie (heute fünf) im Arm hielt und sie ein Gefühl der Liebe übermannte, kam es dann zum ersten Anfall, seit 2007 ist die Diagnose offiziell. Freude, Überraschung, Wut und sogar Liebe – das sind die Emotionen, die Kelly Timson fürchtet. Denn sobald sie Affekte spürt, lässt urplötzlich ihre Muskelspannung nach, sie verliert die geistige Kontrolle über ihren Körper und bricht zusammen.
Etwa 20 solcher Anfälle muss die junge Frau täglich erdulden. Besonders gefährlich ist, dass die Bewusstlosigkeit so plötzlich eintritt. Nicht selten verletzt sich Timson dabei. Auch die seelische Belastung der Krankheit wiegt schwer. „Ich habe aufgehört zu zählen, wie oft ich schon weggeklappt bin und mit dem Gesicht in meinem Essen endete. Ich kann nicht einmal mit meinem Freund ausgehen, weil ich fürchte, am Tisch wegtreten zu können. Das ist so peinlich“, erzählte sie Reportern der „Daily Mail“.
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Die seltene Krankheit sorgt nicht selten für Verstörung in der Öffentlichkeit. „Einmal hatte ich eine Reihe von Kataplexie-Attacken mitten im Supermarkt“, berichtet Timson. „Es waren sicher 20 Anfälle am Stück – die Leute müssen gedacht haben, ich sei auf Drogen oder betrunken. Jedes Mal, wenn ich aufstand, brach ich wieder zusammen.“
So steht Kelly unter ständiger Beobachtung. Denn selbst ein entspanntes Bad kann ohne Helfer zur Todesfalle werden. Dabei wünscht sich die junge Mutter nichts so sehr wie Normalität. „Ein Drink mit Freunden wäre toll. Aber ich kann nicht. Sobald jemand einen Witz macht, würde ich sofort auf meinem Barhocker kollabieren.“ Im Moment testet Kelly ein neues Medikament, das die Symptome der Krankheit lindern soll. Noch hat die junge Mutter die Hoffnung auf ein normales Leben nicht aufgegeben.
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