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    Vor der Klasse gedemütigt: Schülerin erhält „Katastrophen-Award“

    Normalerweise macht es Eltern stolz, wenn ihre Kinder mit einer Urkunde von der Schule nach Hause kommen. Doch das, was die achtjährige Cassandra Garcia vor ihrer Mutter auf den Tisch legte, löste ganz andere Gefühle aus. Denn die Lehrerin hatte dem Mädchen aus Arizona einen „Katastrophen-Award“ verliehen: für fehlende Hausaufgaben und die entsprechenden Ausreden dazu. Vor der ganzen Klasse. Was von der Lehrerin als Scherz gemeint war, fasst die Mutter als Akt der Demütigung auf.

    Vor der Klasse gedemütigt: Schülerin erhält „Katastrophen-Award" (Bild: thinkstock)„Du bist die Beste! Katastrophen-Award. Verliehen an Cassandra Garcia. Für die meisten Ausreden für nicht gemachte Hausaufgaben.“ Diese Worte standen auf der Urkunde, die die achtjährige Cassandra Garcia von der Schule mit nach Hause brachte. Gezeichnet: Ms. Plowman, daneben ein Lachgesicht. Die Lehrerin der „Desert Springs Academy“ in Tucson hatte ihrer Schülerin die Auszeichnung vor der ganzen Klasse überreicht. Die Mitschüler hätten sie ausgelacht, erzählte Cassandra ihrer Mutter Christina Valdez.

    Die fiel aus allen Wolken. Zum einen, weil sie nichts davon geahnt hatte, dass ihre Tochter in der Schule Probleme macht. Zumal die Achtjährige nach Schulschluss regelmäßig eine betreute Hausaufgabengruppe besucht. Was Valdez jedoch noch viel mehr verärgert, ist die Tatsache, dass die Lehrerin Cassandra ihrer Meinung nach öffentlich gedemütigt hat. Als sie sich wegen des Vorfalls an die Schulleiterin wandte, sei sie abgewiesen worden, sagte sie dem Fernsehsender „KGUN9-TV“. „Sie sagte, es habe sich nur um einen Scherz gehandelt, und dass die Lehrer mit den Kindern eben manchmal ihre Späße trieben.“

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    Eine Art von Humor, den Valdez nicht nachvollziehen kann. „Ich halte das für grausam, ein derartiger Preis sollte keinem Kind überreicht werden. Das ist verstörend“, sagte sie dem TV-Sender. Und die Mutter steht mit ihrer Meinung nicht alleine da. Auch Experten schätzen den Effekt eines „Katastrophen-Awards“ eher negativ ein. Würden Kinder erniedrigt, nachdem sie einen Fehler gemacht haben, sei das kontraproduktiv für ihr Lernverhalten, so Sheri Baumann, Psychologin an der University of Arizona. „Man sollte Kindern ein besseres Gefühl zum Thema Lernen geben. Ich glaube nicht, dass ein Katastrophen-Preis das auslöst“, so auch der Psychologe und ehemalige Lehrer Marlon Jones.

    Die Schulleitung der „Desert Springs Academy“ hat sich bisher nicht öffentlich zu dem Vorfall geäußert.


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