Beirut (dapd). Die Waffenruhe in Syrien ist auch an ihrem zweiten Tag durch Gefechte gebrochen worden. Aktivisten berichten von Artillerieangriffen der Regierung auf Stellungen der Rebellen und Kämpfen in verschiedenen Landesteilen. Die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und Aktivisten vor Ort berichteten von Angriffen und Gefechten besonders in der nördlichen Provinz Aleppo und im Osten bei Deir el-Sur. Aber auch in der Hauptstadt Damaskus und der Stadt Daraa im Süden, in denen es am Freitag Anschläge mit Autobomben gegeben hatte, gingen die Kämpfe weiter.
Die vom UN-Sondergesandten Lakhdar Brahimi vermittelte Waffenruhe sollte eigentlich von Freitag bis Montag die friedliche Feier des Opferfests Eid al-Adha ermöglichen. Doch bereits am ersten Tag kamen nach Angaben von Aktivisten mehr als 100 Menschen ums Leben. Das sind kaum weniger als an den Tagen zuvor. Zuvor war erhofft worden, die Waffenruhe während der höchsten islamischen Feiertage könnte ein Schritt zur Beendigung des Konfliktes sein. Der seit 19 Monaten dauernde Bürgerkrieg hat nach Zählung der Aktivisten bereits mehr als 35.000 Todesopfer gefordert, zudem sollen Zehntausende verschleppt worden sein.
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