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    Was für ein Prachtstück! Hawaiianerin zieht 500 Kilo-Speerfisch aus dem Wasser

    Bild: dapdEine hawaiianische Wettkampfanglerin hat sich einen Kampf mit einem fast vier Meter langen und eine halbe Tonne schweren Speerfisch geliefert. Nach einem vierstündigen Kraftakt zog sie den Monsterfisch mit ihrem Team aus dem Wasser – der Ruhm und das Preisgeld gingen ihr trotzdem durch die Lappen.

    Molly Palmer, 28, hätte den Fisch ganz alleine aus dem Wasser ziehen müssen, um sich für den Wettbewerb zu qualifizieren - zumindest nach den Regeln der „International Game Fishing Association“.

    Allerdings half ihr Team, den massigen Speerfisch an Bord zu ziehen –jetzt hat sie zwar weder Preisgeld, noch Titel, aber immerhin eine gute Geschichte zu erzählen.

    Ihrem Team war es eigentlich egal, ob es disqualifiziert würde, es wollte den Riesenfisch einfach fangen, meinte Palmer gegenüber der Nachrichtenagentur Associated Press.

    „Ich bin nicht hergekommen, um einen Weltrekord aufzustellen“, sagte sie. „Ich bin nicht mal mehr wegen des Geldes gekommen. Ich bin gekommen, um einen großen Fisch zu fangen – das war alles“.

    Palmers Fang wog etwa 500 Kilogramm (1022,5 Pfund), also weit mehr als der Rekord von 950 Pfund, den eine Frau mit einer Angelschnur für 130 Pfund-Fische aufgestellt hat, meinte der Wettbewerbsorganisator Jody Bright.

    Zu betrügen wäre einfach gewesen und eine große Versuchung dazu. Der Wettbewerb finanziert sich teilweise über ein System auf Treu und Glaube, und war dazu nicht billig: Palmer und ihr Team brachten 9000 Dollar auf, um teilzunehmen.

    „Ich kenne Leute, die wegen viel weniger Geld versucht haben, zu betrügen – und auch für etwas Unwesentlicheres als einen Weltrekord“, sagte Bright.

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    „Wir haben keine Aufpasser auf See“, erklärte er. „Es gibt viele Möglichkeiten zu schummeln, denn auf dem Ozean spielt jeder sein eigenes Spiel. Da ist niemand, der überwacht, ob du zum Beispiel die abgesteckten Grenzen überschreitest“.

    Palmer meinte, dass es ihr nie in den Sinn gekommen sei, zu schwindeln. „Die einzige Frage war, ob ich den Fisch rausziehen kann oder nicht“, sagte sie.

    Bright sagte, dass die meisten Fische des dreitägigen Wettbewerbs wieder frei gelassen würden. Die Fische, die sterben, würden am Fischmarkt verkauft.

    Neal Isaacs, der Kapitän des Boots, sagte, dass das Team zwar gewusst hätte, dass der Fisch groß sei – aber eben nicht so groß. Nach 40 Minuten am Haken sprang der Fisch erstmals aus dem Wasser, um sich zu befreien. Ab diesem Zeitpunkt ging es darum, das Boot so zu positionieren, dass Palmer ihn gut einholen konnte.

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    Palmer wollte nicht aufgeben, aber der Fisch blieb im tiefen Wasser und starb schließlich an der Schnur, wie Isaacs berichtet.

    Beim Angeln geht es genauso um Mathematik und Physik wie um Abenteuer auf offener See. Palmer musste den Fisch, der sechs Mal so schwer war wie sie selbst, so hoch wie möglich an die Wasseroberfläche bringen, um ihn einzuholen. Und das alles, ohne Haie anzuziehen, die Leine reißen zu lassen oder das Boot zu beschädigen.

    Aber sie sucht nicht nach Entschuldigungen. „Es war eher eine schlechte Entscheidung als körperliche Grenzen, die mich gebremst hat, den Fisch alleine zu besiegen“, meinte sie.


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