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    Wegen Tabledance-Job - Zeitung entlässt Journalistin

    Wegen Geschlechterdiskriminierung beschwerte sich Sarah Tressler bei der US-Antidiskriminierungsbehörde. (Bild: …Eine Journalistin aus Houston, Texas, hat ihr Doppelleben den Job gekostet. Während sie tagsüber Artikel für ihre Zeitung schrieb, schwang sie sich nachts in einem Stripclub um die Stange. Ein Medienbericht ließ Sarah Tressler auffliegen, worauf ihre Zeitung sie entließ. Nun beschwerte sich die Dreißigjährige bei der amerikanischen Antidiskriminierungsbehörde über ihren ehemaligen Arbeitgeber  - wegen Geschlechterdiskriminierung.

    Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, schrieb die Dreißigjährige, die bürgerlich als Gesellschaftsreporterin arbeitete, in ihrem anonymen Blog „Tagebuch einer wütenden Stripperin“ über ihren nächtlichen Nebenerwerb. Unter dem Namen „Sarah“ erzählte sie dort von dem Gehabe der männlichen Besucher, von deren abstoßenden Wünschen sowie den schlechten Arbeitsbedingungen der Tänzerinnen.

    Für ihren Arbeitgeber, die „Houston Chronicle“, war das offenbar zu schlüpfrig. Als ein Artikel in der Wochenzeitung „Houston Press“ die nächtlichen Aktivitäten ihrer Mitarbeiterin verriet, beendete die Zeitung das Engagement. „Sie war eine sehr gute Freelancerin“, sagte ein ehemaliger Kollege der britischen Huffington Post. Aber ihre Arbeit als Stripperin habe die Kollegen sauer gemacht. „Die werden in ihrem Blog dargestellt wie Nebenfiguren in ihrem Schlüsselroman, während sie mit ihrem Geld aus dem Nachtclub prahlt.“

    Die offizielle Begründung für die Kündigung klingt laut Tressler allerdings anders. „Sie haben mir gesagt, ich hätte bei meiner Einstellung auf meine Arbeit als Stripperin hinweisen müssen“, sagte sie. „Dabei wurde auf dem Einstellungsformular gar nicht danach gefragt.“ Die Fragen dort habe sie wahrheitsgemäß ausgefüllt.

    „Ein ganz klarer Fall von Geschlechterdiskriminierung“, findet ihre Rechtsanwältin Gloria Allred. „Die meisten Tänzerinnen in Nachtclubs sind weiblich, daher hätte es erhebliche negative berufliche Auswirkungen für Frauen, wenn sie angeben müssten, bereits in einem derartigen Etablissement gearbeitet zu haben“, hieß es in einem Statement der Kanzlei.

    Tressler gab an, wieder als Journalistin arbeiten zu wollen.“Ich habe bewiesen, dass ich als Journalistin gut bin und würde gern in meinen Beruf zurückkehren“, sagte sie. Ihre Zeitung, der Houston Chronicle, hat den Fall bislang nicht kommentiert.

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