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    Islamist für Anschlag in Sarajevo zu 18 Jahren Haft verurteilt

    23-Jähriger verletzte bei Schüssen auf US-Botschaft Polizisten

    Ein Gericht in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo hat einen 23-jährigen Islamisten wegen eines Anschlags auf die US-Botschaft zu 18 Jahren Haft verurteilt. Mevlid Jasarevic habe mit seinen über 100 Schüssen auf die US-Vertretung einen "Terrorakt" begangen, urteilte am Donnerstag Richter Branko Peric. Bei dem Attentat Ende Oktober vergangenen Jahres feuerte der Serbe Jasarevic mit einer automatischen Waffe rund 50 Minuten lang auf die Botschaft und verletzte dabei einen Polizisten.

    Das Gericht ließ die Anklage wegen Bildung einer terroristischen Vereinigung fallen. Zwei Mitangeklagte, die dem Attentäter geholfen haben sollen, wurden freigesprochen. Mevlid Jasarevic gehört zur Bewegung der Wahhabiten in Bosnien, einer besonders konservativen Auslegung des sunnitischen Islam. In den vergangenen zwei Jahren hatten die bosnischen Behörden wiederholt Razzien im Hauptquartier der Bewegung im Dorf Gornja Maoca im Nordosten Bosnien-Herzegowinas abgehalten. Rund 40 Prozent der 3,8 Millionen Bosnier sind Muslime, von denen die Mehrheit eine liberale Auslegung des Islam lebt.

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