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    Westerwelle warnt vor Ansehensverlust Deutschlands

    "Sehr hässliche Einlassungen" in Euro-Debatte

    Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) sieht wegen der Schärfe der innenpolitischen Euro-Debatte den internationalen Ruf Deutschlands in Gefahr. "Wir müssen aufpassen, dass wir Deutsche durch parteitaktisch motivierte Wortmeldungen nicht dauerhaft unser Ansehen in Europa und in der Welt beschädigen", sagte Westerwelle der "Frankfurter Rundschau". Die Diskussion mit "teilweise sehr hässlichen Einlassungen" habe Folgen über die Grenzen hinaus. Dies habe er bei seinen jüngsten Auslandsreisen wahrgenommen.

    Westerwelle hatte sich bereits mehrfach gegen polemische Äußerungen vor allem aus der CSU zu Griechenland und den Euro-Rettungsstrategien verwahrt. CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt hatte wiederholt den raschen Austritt Griechenlands aus der Eurozone verlangt.

    Der Außenminister wies in der "FR" darauf hin, dass derartige Wortmeldungen Zweifel am deutschen Bekenntnis zur gemeinsamen Währung und auch zu Europa nährten und zudem "ein Bild der Respektlosigkeit" zeichneten. "Beides entspricht nicht den Tatsachen, aber im Ausland stellt sich leider dieser Eindruck mitunter ein", sagte Westerwelle.

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