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    Widerstand gegen EU-Vorschläge zu "Made in Germany" wächst

    Berlin (dapd). Der Widerstand gegen die von der EU-Kommission geplante Verschärfung der Bedingungen für das Gütesiegel "Made in Germany" wächst. Die Bundesregierung unterstützte am Montag die Industrie in ihrem Protest. Handwerkspräsident Hans Heinrich Driftmann, die SPD-Fraktion und die CSU in München kritisierten die Brüsseler Pläne. Die Kommission will das Warenursprungsrecht so ändern, dass Produkte nur als "Made in Germany" bezeichnet werden dürfen, wenn mindestens 45 Prozent des Wertanteils aus Deutschland stammen.

    "Entscheidend für die Qualität ist nicht die Vorstufe in de Herstellung, sondern, wer für die endgültige Verarbeitung verantwortlich ist", erklärte der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Garrelt Duin. Das entspricht in etwa der geltenden Regelung. Es komme "auf die Qualität an, und nicht darauf, aus welchem Land die Vormaterialien stammen und welchen Wert sie haben", sagte Duin.

    CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt erklärte: "Wir dürfen nicht zulassen, dass die EU-Kommission unser 'Made in Germany' kaputt macht." Die fehlgesteuerte "Regulierungswut der Barroso-Behörde" torpediere den Erfolg erstklassiger deutscher Produkte am Weltmarkt. Dobrindt wertete das als Versuch, "unsere deutsche Wirtschaft für ihre exzellente Wettbewerbsfähigkeit bestrafen zu wollen".

    Für Driftmann gerät das Label "Made in Germany" in Gefahr. Er sagte der Zeitung "Die Welt", wenn künftig Herkunft und Wert der Vormaterialien entscheidend seien, "werden viele Produkte nicht mehr als deutsch gelten". Dies bedeute immensen Schaden für die deutsche Wirtschaft und bringe die Verbraucher um eine wichtige Orientierungshilfe.

    Die Bundesregierung unterstützt die Forderung der deutschen Wirtschaft zum Erhalt des Gütesiegels "Made in Germany" für alle in Deutschland endgefertigten Produkte. Über die EU-Pläne gebe es "berechtigte Klagen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Auch ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums erklärte, Minister Philipp Rösler (FDP) habe in einem Brief an den zuständigen EU-Kommissar Algirdas Semeta klar gemacht, dass eine Verschärfung der EU-Regeln "einen erheblichen Mehraufwand an Kosten und bürokratischen Belastungen für die deutschen Unternehmen" bedeuten würde.

    dapd

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    6 Kommentare

    • Ein Bürger  •  vor 4 Monaten
      Hurra.!Endlich wird den sogenannten Topmanagern die gelbe Karte gezeigt.Ich hoffe das Brüssel sich gegen die Strategen der CDU +FDP durchsetzt.
    • pele  •  vor 4 Monaten
      Warum soll es eigentlich 'Made in Germany' heißen, wenn es nicht in D gefertigt wurde? Die Hersteller versuchen doch nur den Billiganteil in den Produkten zu verschleiern. Die Bezeichnung ist somit irreführend und gaukelt etwas vor, was nicht den Tatsachen entspricht.
    • pele  •  vor 4 Monaten
      Es komme "auf die Qualität an, und nicht darauf, aus welchem Land die Vormaterialien stammen und welchen Wert sie haben", sagte Duin (SPD).
      Eben nicht, denn es heißt 'Made in ...und nicht z.B. 'Deutsche Qualität'.
    • Kramer Andreas  •  vor 4 Monaten
      made in german? mercedes produziert in südafrika bosch und siemens in china naja vw in mexiko brasilien südafrika und china! was ist den noch made in german? einige pleitestaaten wollen ihre kaputten sachen mit made in eu aufwerten! dabei ist die made schon längst im euro!
      • Jack vor 4 Monaten
        Was sind bitte Pleitestaaten???^^
    • Querdenker  •  vor 4 Monaten
      made in germany .... das haben die Politiker und die Industriebosse beerdigt

      mit Hurra nach China, dort Firmen mit all unserem knowhow gebaut und zu blöd gewesen um zu erkennen dass die Chinesen dieselbe Firma nochmals gebaut haben - nur halt für sich.

      Bei meinem Passat bei 120.000km der Motor kaputt, beim Vorgänger Mercedes die Bremse versagt - made in germany = Qualität ? Das ist Vergangenheit.

      produced in china - labeld in germany

      und wenn wir noch genau recherchieren bekommt China von uns noch Entwicklungshilfe ...
    • Tulio  •  vor 4 Monaten
      Y. ???
      Ist eigentlich grad anders herum. Wir murksen derzeit. Die EU will uns nur wieder zu einem "Made in Germany" verhelfen, was den Namen auch verdient.
      • Yahoo! Benutzer vor 4 Monaten
        es gab mal ne zeit da stand "made in germany" drauf damit keiner die produkte kauft . das war 1933 . diese bezeichnung hat nicht mit deutscher wertarbeit zu tun da sie nicht von deutschen kommt .