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    Wulff-Affäre: Politiker-Sponsoring auf dem Prüfstein

    Berlin (dapd). Die Affäre um Bundespräsident Christian Wulff zieht womöglich Konsequenzen für die Richtlinien des Politiker-Sponsorings nach sich. Das Zuwendungen, bei denen Unternehmen Aktivitäten von Politikern finanzieren, sollen zukünftig "völlig neu in den Blick" genommen werden, kündigte der Vorsitzende der Kommission für gute Unternehmensführung, Klaus-Peter Müller, an. Grünen-Chef Cem Özdemir befürchtet unterdessen, dass die Affäre den Staatsakt für die NSU-Opfer überlagern könnte. Zudem wurde bekannt, dass Wuffs Ehrensold bei einem Rücktritt entfallen könnte.

    Die Kommission für gute Unternehmensführung befindet es als besonders problematisch, wenn Unternehmen und Verbände staatliche Veranstaltungen sponsern. "Ich halte das für eine unzulässige Bettelei des Staates", sagte Müller der "Wirtschaftswoche". Die Regierungskommission ist verantwortlich für den Corporate Governance Kodex, der wesentliche Vorgaben zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften enthält.

    Nach Ansicht von Grünen-Chef Cem Özdemir droht die Affäre derweilen um den Bundespräsidenten den Staatsakt für die Opfer der Zwickauer Terrorzelle zu überlagern. Wulff sollte sich fragen, ob es bei der Veranstaltung wirklich um "ein würdiges Gedenken an die Opfer" gehe oder wieder um "Haltungsnoten für den Bundespräsidenten", sagte Özdemir der "Welt am Sonntag". Die Angehörigen der Terroropfer sollen am 23. Februar empfangen werden. Um das höchste Staatsamt noch unbefangen auszuüben, müsste Wulff "schon übermenschliche Qualitäten haben", sagte Özdemir.

    Im Falle eines Rücktritts kann sich Bundespräsident Christian Wulff des gesetzlich vorgesehenen Ehrensolds indes nicht sicher sein. Das geht aus einer aktuellen Ausarbeitung des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestages hervor, aus der die "Bild"-Zeitung (Samstagausgabe) zitiert. Demnach steht der Ehrensold laut Gesetz zwar auch einem Bundespräsidenten zu, der vor Ablauf seiner Amtszeit ausscheidet. Bedingung ist aber, das Ausscheiden erfolgt aus "politischen oder gesundheitlichen Gründen". Derzeit liegt der Ehrensold bei 199.000 Euro pro Jahr.

    Die mehrseitige juristische Untersuchung geht der Frage nach, was unter "politischen" Gründen zu verstehen ist, und kommt zu dem Ergebnis: "Gründe, die im privaten Verhalten des Präsidenten liegen, werden eher keine politischen Gründe im Sinne" des Gesetzes über die Ruhebezüge des Bundespräsidenten sein. Es sprächen vielmehr "starke Argumente" dafür, dass politische Gründe nur solche seien, die "unmittelbar mit der Ausübung des Amtes des Bundespräsidenten zusammenhängen".

    Das Land Niedersachsen kündigte unterdessen an, die Hotelkosten für die umstrittene Teilnahme des damaligen CDU-Ministerpräsidenten Christian Wulff am Deutschen Filmball in München zu übernehmen. Die Staatskanzlei forderte bei der Firma Zentis die Rechnung an, wie Regierungssprecher Franz Rainer Enste am Samstag auf dapd-Anfrage sagte. Er bestätigte damit einen Bericht des Magazins "Focus". Der Marmeladenhersteller hatte 2010 für den heutigen Bundespräsidenten und seine Frau den Eintritt sowie die Hotelkosten beim Filmball übernommen.

    dapd

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    9 Kommentare

    • Harald  •  vor 3 Monaten
      Ja stimmt schon, aber Wulff ist halt BP, der 1 Mann im Staat und repräsentiert
      Deutschland als Vorzeige Land.
      Journalisten repräsentieren Weltweit gar nichts.
      Stimmt schon auch wenn man täglich neues altes ausgräbt, dass Nervt halt.
      Denk die Journalisten fragen Wulff die falschen Fragen.
      Wer um Himmel Willen braucht 400 Fragen und Antworten, Absoluter Mist.

      Bei mir würde die Sendung maximal 3 Minuten dauern.

      Frage1:
      Herr Bp haben Sie damals Geld ( 500000 E. )mit 0,5% Kreditzinsen von ihren Freund angenommen und nicht gemeldet. JA od. NEIN!
      Wulff: Da muss ich mal ausholen...STOP JA oder NEIN
      Wulff: Das ist nicht so einfach zu Beantworten wiss...Entschuldigung Herr BP.
      Ist eine einfache Frage für jeden mündigen Bürger oder??
      Kann er diese eine Frage nicht beantworten......Ende,danke für's Gespräch auf Wiedersehen.
      Dann brauch ich die anderen 5 Vorwürfe gar nicht mehr stellen.
      • Bernd K vor 3 Monaten
        Schon richtig, aber sind Journalisten nicht auch im gewissen Sinne ein Teil der Regierung? Sind sie nicht sogar notwendig um uns ständig mit Staatlich zensierten Lügen zu informieren? Die Wahrheit wird auch in der Angelegenheit von
        Herren Wulff im Dunklen bleiben. Ein kluger Mensch hat mal gesagt Medien sind zur Lenkung und Verdummung eines Volkes notwendig. Oder wie sagte es einst
        Napoleon" Jeder Staat braucht Narren, die das Volk bei Laune halten"
      • Christa vor 3 Monaten
        Und wer ist zur Zeit der Narr....
      • Walter vor 3 Monaten
        Gerade Wuff hat vom Springer-Journalismus jahrelang profitiert. Als seine neue Frau vorgestellt wurde, haute BILD nicht drauf, sondern war ungewohnt zahm. Dann will er ihnen verbieten, einen Artikel über ihn zu bringen, der ihm nicht passt und wundert sich, dass BILD zurückschlägt. Ja, wie dämlich ist denn das???
    • Horst Helmers  •  vor 3 Monaten
      wenn Wulff noch einen Rest von Anstand hätte würde er zurück treten. Sber der Schiwgersohn von gestern hat leider keinen A.... in der Hose. Einfach nur noch peinlich diese Scheinheiligkeit
    • Bernd K  •  vor 3 Monaten
      Bezug nehmenden auf meinen Kommentar, Herr Wullf macht nichts Anderes als unsere Journalisten-Mafia.
      • Christa vor 3 Monaten
        Aber ist erster Mann im Staate, unsere Visitenkarte, hat als Beamter Vorgaben um nicht Bestechlich zu sein. Dafür wird er fürstlich mit Steuergeldern bezahlt und hat Imunität. Kann auch keinen ermorden weil ein Anderer gemordet hat.
      • Walter vor 3 Monaten
        Er selbst hat diese Vorschriften für Beamte als MP in NS verschärft. Aber die gelten natürlich nur für andere, nicht für Wuff (bei dem ich mir die Anrede lieber spare).
    • bodo  •  vor 3 Monaten
      ich grüsse alle CDU/CSU kuttenbrunzer, kinderfi... und gülleprinzen, die nach wie vor dem wulff die stange halten, der merkel sagenhafte umfragewerte bescheren, die den betrieb am laufen halten, die augen verschliessen und europa zugrunde gehen lassen.
      • Querdenker vor 3 Monaten
        45% der Bürger fallen anscheinend schon in die oben genannten Kategorien - Kinderfi...und so weiter - die sind alle CDU Wähler und finden Wulff gail ...mit Fussfesseln rumlatschen und Mädchen vergewaltigen ist bestimmt der Kick für diesen Abschaum den uns unsere Regierung beschert
    • Christa  •  vor 3 Monaten
      Hoffentlich nicht wie in Italien, da wurden die Gesetze (Sponsering) immer zum Vorteil von Berlosconi geändert. Das wollen wir in Deutschland nicht, was kommt danach noch Bunga-Bunga.
    • Querdenker  •  vor 3 Monaten
      erst sinkt ein schiff
      jetzt stirbt auch noch die Whitney

      Wulff, geliebter Präsi , bleib einfach dran und lächle süffisant Deinem Volk ins Arschgesicht denn Du bist der Messias der uns Vollidioten, genannt Bürger zeigt wie Politik richtig geht.
    • Querdenker  •  vor 3 Monaten
      Lügner darf man ja

      darf man auch Vollidiot ?
      • Walter vor 3 Monaten
        Hmm, ich weiß nicht, ob man Wahrheiten so einfach sagen darf.
    • Ulrich  •  vor 3 Monaten
      Warum müssen Politgangster überhaupt gesponsort werden und da vermutlich von
      abderen Gangstern?
    • Bernd K  •  vor 3 Monaten
      Mehr als 30.000 Journalisten sind in Deutschland tätig. Es ist die einzige Berufsgruppe, die überall Prozente kassiert oder gar nichts bezahlt. Peter Diesler vermittelt Journalistenrabatte. Er sagt: »Vom Praktikanten bis zum Chefredakteur – Rabatte nehmen fast alle Journalisten in Anspruch«. Es gibt kaum etwas, was für Medienvertreter nicht billiger zu haben ist. Unsere Medienvertreter bekommen Chauffeur-Limousinen vom Deutschen Bundestag, die auf Kosten der Steuerzahler


      angeschafft wurden und einige Monate Abgeordnete befördert haben, nicht nur zu kaum glaublichen Sonderkonditionen. Gratis gibt es auch noch eine Hotelübernachtung für zwei Personen in der Bundeshauptstadt und im Anschluss an die Fahrzeug-Werksgarantie ein kostenfreies Extra-Garantiepaket. Finanzieren können Journalisten das alles mit der goldenen Kreditkarte. Natürlich erhalten Journalisten diese ohne Jahresgebühr.

      Bei der Versicherung können sie das Fahrzeug und auch alle anderen Risiken des Lebens versichern – mit einem Journalistenrabatt von bis zu 60 Prozent. Bei fast allen anderen Automarken gibt es zusätzlich zu Rabatten auf Sonderaktionen für Journalisten noch einmal 15 bis 30 Prozent Preisnachlass. Beim Automobilclub von Deutschland (AvD) zahlen Journalisten 44 statt jener 59 Euro pro Jahr, die normale Menschen überweisen müssen. Doch das ist erst der Anfang einer endlosen Reihe von Vergünstigungen, die Journalisten schmarotzend einfordern. Bezahlen müssen das alles Menschen wie SIE! Lesen Sie, was Sie ganz bestimmt noch nicht über eine Berufsgruppe gewusst haben, die über die Korruption anderer berichtet, aber selbst wie die Mafia eine Art Schutzgeld für ihre Berichterstattung erpresst.
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