Entdecken Sie Yahoo! mit Ihren Freunden

Entdecken Sie Nachrichten, Videos und andere Inhalte, die Ihre Freunde gelesen oder gesehen haben. Welche Ihrer Aktivitäten andere sehen, bestimmen Sie alleine.

Zuerst

WAS IHRE FREUNDE LESEN

    Wulff geht in die Offensive

    Berlin/Hannover (dapd). Angesichts neuer Vorwürfe aus seiner Regierungszeit in Niedersachsen geht Bundespräsident Christian Wulff in die Offensive. Das Staatsoberhaupt räumte am Sonntag ein, die Anschuldigungen müssten geklärt werden, und sprach von einem "ernsten Vorgang". Das Land Niedersachsen soll das privat organisierte Treffen "Nord-Süd-Dialog" finanziell unterstützt haben, und Wulffs Staatskanzlei soll den Landtag darüber falsch informiert haben. Die niedersächsische SPD-Fraktion will die damalige Landesregierung nun vor dem Staatsgerichtshof verklagen.

    Der "Nord-Süd-Dialog" war ein Treffen mit Gästen aus Wirtschaft, Politik und Medien, das 2007 und 2009 in Hannover und 2008 in Stuttgart veranstaltet wurde. Es sollte das Image der Bundesländer Niedersachsen und Baden-Württemberg aufpolieren. Nach Angaben von Wulff handelte es sich dabei um eine "Privatveranstaltung".

    Nun sind jedoch Berichte aufgetaucht, wonach Gäste Kochbücher als Abschiedsgeschenk erhalten haben, die das niedersächsische Landwirtschaftsministerium zuvor für 3.411 Euro erworben hatte. Wulffs damaliger Staatssekretär und heutiger Chef des Bundespräsidialamtes, Lothar Hagebölling, hatte im April 2010 auf eine SPD-Anfrage schriftlich geantwortet, dass es "keine Beteiligung oder Finanzierung durch das Land" am "Nord-Süd-Dialog" gebe.

    "Möglicherweise nicht die Wahrheit gesagt"

    "Wir haben im Landtag gesagt, in diese Veranstaltung ist kein Geld geflossen", sagte Wulff am Sonntag bei einer Veranstaltung in Berlin. Dies sei damals "nach bestem Wissen und Gewissen" geschehen. "Sollte jetzt doch Steuergeld geflossen sein, hätten wir dem Parlament nicht die Wahrheit gesagt", räumte er ein. Das sei ein "ernster Vorgang", der nun wohl zurecht juristisch aufgeklärt werde.

    Die SPD-Fraktion in Niedersachsen will Wulffs damalige Landesregierung wegen eines Verstoßes gegen die Landesverfassung vor dem Staatsgerichtshof verklagen. Möglichst in den nächsten Tagen will die Fraktion die Klage einreichen. SPD-Fraktionschef Stefan Schostok sieht es nun als endgültig bewiesen an, dass das Parlament in Hannover von Wulffs Staatskanzlei "vorsätzlich falsch informiert worden ist". Für Wulff habe dies durchaus Konsequenzen, sagte er. "Ein Bundespräsident, der gegen die Verfassung verstoßen hat, kann nicht im Amt bleiben."

    Weitere Vorwürfe wurden auch gegen Wulffs ehemaligen Sprecher, Olaf Glaeseker, laut. Wie die Zeitung "Bild am Sonntag" berichtet, erhielt der 50-Jährige neben Gratisurlauben von dem Veranstalter des Wirtschaftstreffens, Manfred Schmidt, auch Gratisflüge. Allein im vergangenen Jahr soll Glaeseker in mindestens fünf Fällen umsonst geflogen sein, darunter in die Türkei und nach Mallorca. Dafür habe er Schmidts VIP-Karte von Air Berlin benutzt.

    Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen Glaeseker und Schmidt wegen des Verdachts der Bestechlichkeit und Bestechung. Am Donnerstag hatte die Polizei bei ihnen Privat- und Geschäftsräume durchsucht.

    Ermittlungen gegen Glaeseker "keine einfache Sache"

    Wulff warnte vor einer Vorverurteilung seines Ex-Sprechers. Auch für Glaeseker gelte die "Unschuldsvermutung". Der Bundespräsident räumte ein, dass das Ermittlungsverfahren gegen Glaeseker auch für ihn "keine einfache Sache" sei. Wulff hatte seinen Sprecher kurz vor Weihnachten ohne Angabe von Gründen entlassen.

    Angesichts der immer neuen Vorwürfe gegen Wulff und dessen langjährige Vertraute spricht sich inzwischen eine Mehrheit der Deutschen inzwischen für einen Rücktritt des Bundespräsidenten aus. Derzeit hält ihn nur noch ein knappes Drittel der Bundesbürger für glaubwürdig, wie eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap ergab. Die Mehrheit der Befragten (56 Prozent) schätzt Wulff nicht mehr als würdigen Bundespräsident ein.

    Linksfraktionschef Gregor Gysi legte Wulff den Rücktritt nahe. Im Deutschlandfunk sagte er, Wulff könne sein Amt nicht mehr mit der geforderten Souveränität ausüben.

    dapd

    Quizaction

     

    8 Kommentare

    • Quirin Minou  •  vor 4 Monaten
      Wulff in die Offensive. Das Staatsoberhaupt räumte am Sonntag ein, dass er so blöd war,
      sich mit der Presse anzulegen.
      • Josef vor 4 Monaten
        War auch ein vergebliches Unterfangen- Wulff hat seine Situation verschlimmbessert.
      • Engel07 vor 4 Monaten
        Vielleicht geht er ja mal als Präsident der Pressefreiheit in die Geschichte ein
    • bayernvorn  •  vor 4 Monaten
      Der Ahnungslose im Präsidialamt will sich nun als Opfer ausgeben?
      • Dolores vor 4 Monaten
        He didn`t do anything wrong - maybe a little uninhibited.
        you Germans are the fools trying to destroy a good man.
      • wolf vor 4 Monaten
        @Dolores ,,Where do you come from ? Must be somewhere out of the ditch .
      • Engel07 vor 4 Monaten
        Das wollte er doch schon von Anfang an
    • bayernvorn  •  vor 4 Monaten
      Mir scheint, er will das Volk, das sich von ihm abgewendet hat, nun auch noch regelrecht provozieren. Da soll er mal ganz kleine Brötchen backen. Das hat inzwischen sogar KTvG kapiert.
      • Dolores vor 4 Monaten
        They got to respect him.
      • Engel07 vor 4 Monaten
        Der will uns nicht provozieren, dazu ist er viel zu dumm. Er meint ja, wir hätten nach einem Jahr alles vergessen, wie er zu seinem Neujahrsempfang vertönte. Seine gesitige Armut scheint grenzenlos zu sein.
    • misterx  •  vor 4 Monaten
      Vom Täter zum Opfer. Hat der arme Man schon ein Spenden Konto? Hab beim lesen fast geweint, bis mir die Deutsche Schande und das der Islam zu Deutschland gehört wieder eingefallen sind, mir egal was der erzählt der passt nicht zu Deutschland.
      • T. vor 4 Monaten
        Wahre Worte!!!! Ich denke der Erdogan hat einen Job für Ihn!!!
      • .x. vor 4 Monaten
        Es ist einfach unglaublich, was dieser Mann sich leistet. Eine Schande ist das.
      • Engel07 vor 4 Monaten
        Misterx, das ist doch aber auch bedauernswert, daß er den Islam zu Deutschöland zugehörig hält.
    • wolf  •  vor 4 Monaten
      Kommentarlos ,, einfach nur peinlich !!
    • Yahoo! Benutzer  •  vor 4 Monaten
      seine islamische propaganda war verfassungswidrig. der islam kann nicht zu deutschland gehören, da er in teilen gegen die internationalen menschenrechte verstosse, gegen unser grundgesetz und gegen strafgesetze deutschlands.
      wulff hat als jurist absichtlich verfassungsbrüche begangen und gegen strafgesetze verstossen. mit seiner forderung nach einem berufsverbot für sarrazin usw. hat er ausserdem sich der volksverhetzung schuldig gemacht. dieser mann steht ausserhalb geltender gesetze und gehört eindeutig ins gefängnis. demnächst hetzt er die islamisten noch zum bürgerkrieg auf. verhaftet den mann und macht ihn seinen prozess.
      • misterx vor 4 Monaten
        Vieleicht ist ja der nächste BP. uns Deutschen gegenüber etwas zugänglicher.
      • Dolores vor 4 Monaten
        bulshit.
    • Engel07  •  vor 4 Monaten
      Ging der nicht bereits in die Offensive, als er zum Telefonhörer griff und bei der Bildzeitung anrief?
    • ՃԹעȝՐ  •  vor 4 Monaten
      Herr Wulff mir kommen die Tränen wenn ich sehe und lesen muß wie ungerecht sie armer Mensch von dem dummen Wähler Volk behandelt werden, ein Trauerspiel. Vielleicht könnte man Großburg Wedel als Wahlfahrtsort einrichten eienen Altar vor Ihrem Hase würde ich spenden, wenn sie die Spened aber nicht annehmen dürfen so leihe ich Ihnen den auf 99 Jahre. (wie wärs) ? erwarte hier Antwort
    Suchen