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    Wulff schließt Italien-Reise mit Lob für Reformkurs ab

    Bundespräsident blendet Affäre bei Staatsbesuch aus

    Mit einer Würdigung des Reformkurses in Italien hat Bundespräsident Christian Wulff seinen dreitägigen Staatsbesuch abgeschlossen. "Wir haben erlebt, dass Italien in einem echten Aufbruch ist", sagte Wulff im süditalienischen Bari. Die Regierung des hochverschuldeten Euro-Landes müsse ihren Reformkurs fortsetzen und als nächstes die Liberalisierung des Arbeitsmarkts in Angriff nehmen, forderte er.

    Wulff zeigte sich nach seinen Gesprächen mit Vertretern von Wirtschaft und Politik beeindruckt von der Reformpolitik der neuen Regierung unter Ministerpräsident Mario Monti: "Wir bewundern, dass Italien so entschlossen daran geht, seine Zukunft zu gestalten." Bei seinen Gesprächen habe er den Eindruck gewonnen, dass Italien mit großer Ernsthaftigkeit einen Weg aus der Krise verfolge.

    In Bari führte der Bundespräsident Gespräche mit der Regierung der Region Apulien, die als wirtschaftlich erfolgreichste Region im unterentwickelten Süden Italiens gilt. Dort besuchte er auch ein Werk des deutschen Autozulieferers Bosch, der in Bari mehr als 2000 Menschen beschäftigt. Er wünsche sich, dass deutsche Unternehmen gerade auch in Süditalien investierten, sagte Wulff. Dies diene dazu, "die Wirtschaft Italiens zu stärken", wovon auch die deutsche Wirtschaft profitieren werde.

    Bislang siedeln sich die meisten deutschen Investoren im Norden Italiens an. Vor allem im Umland von Mailand sind mehrere hundert Unternehmen aus Deutschland vertreten. Die Wirtschaftsbeziehungen standen im Mittelpunkt des dreitägigen Besuchs, der Wulff und eine mitreisende Unternehmerdelegation auch nach Rom und Mailand geführt hatte. Am Abend wollte Wulff nach Berlin zurückkehren.

    Kurz vor der Abreise verteidigte Wulff seine Entscheidung, sich während der Reise nicht zu den in Deutschland erhobenen Vorwürfen gegen ihn zu äußern. "Ich bin sehr froh, dass ich von Anfang an gesagt habe, mich ganz auf Italien zu konzentrieren", sagte Wulff. Der Bundespräsident steht in Deutschland seit Wochen im Zentrum einer Affäre um einen verbilligten Kredit und andere Gefälligkeiten von Unternehmern.

    Es war Wulffs erster Staatsbesuch seit Bekanntwerden der Affäre. Die Vorwürfe spielten in der italienischen Medienöffentlichkeit allerdings kaum eine Rolle. Das Land steht unter dem Eindruck der Euro-Schuldenkrise, welcher der neue Ministerpräsident Monti mit weitreichenden Reformplänen begegnen will. Bereits im Dezember verabschiedete das Parlament ein milliardenschweres Sparpaket, dass auch strukturelle Reformen wie eine Anhebung des Renteneintrittsalters und Maßnahmen gegen Steuerflucht vorsieht.

    Mit dem Sparprogramm will Monti bis 2013 einen ausgeglichenen Haushalt erreichen. Italien ist mit 1,9 Billionen Euro verschuldet, dies entspricht einem Viertel der Gesamtverschuldung aller Euro-Länder. Mit den Strukturreformen will Monti die Wettbewerbsfähigkeit Italiens steigern und das Land als Standort für Investitionen attraktiver machen. Deutsche Unternehmen in Italien klagen bislang aber häufig über eine ineffiziente Verwaltung und hohe Steuerlasten. Auch hier hatte Wulff während seines Besuchs Verbesserungen angemahnt.

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    9 Kommentare

    • Bernie  •  vor 3 Monaten
      Einfach das Maul halten herr Wulff, Sie sprechen sowieso nicht mehr für die deutsche Mehrheit !!!
    • SKB  •  vor 3 Monaten
      der kann nur noch reisen und reisen und reisen....und wir dürfen es bezahlen....
    • Kramer Andreas  •  vor 3 Monaten
      asyl in der türkei soll der islamist wulff beantragen!
    • Karin  •  vor 3 Monaten
      ...doch die "Grossen" lässt man laufen!? Sitzen wir das Ganze einfach aus. Igitt!
    • Kramer Andreas  •  vor 3 Monaten
      der mossad sollte wulff beobachten! er ist nun israels feind nr1!
    • Leu Wecker  •  vor 3 Monaten
      Ein Upgrade für ein paar Wochen mehr war diesmal wohl nicht drin.
    • Xp  •  vor 3 Monaten
      Dieser Typ ist eine einzige Beleidigung für unser Land.
    • wolf  •  vor 3 Monaten
      Also reformieren wir Deutschland um schmeißen TürkenWulf raus !!
      Na , schönen Urlaub gehabt ? Wer nimmt denn den TürkenWulff noch ernst , die lachen doch hinter vorgehaltener Hand laut auf .
    • Kramer Andreas  •  vor 3 Monaten
      berlusconi merkte auch nicht das er schon am boden lag! der bekommt nun 4 jahre wenn es gut für italien läuft!
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