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    Nach Busfahrt des Grauens: Spenden-Aktion für drangsalierte Witwe

    Eine ganz normale Busfahrt wurde für die Witwe Karen Huff Klein zum Höllentrip. Die 68-Jährige, die im US-Bundesstaat New York als Aufseherin in einem Schulbus arbeitet, wurde von Schülern aufs Übelste beschimpft und mit seelischer Grausamkeit gequält. So lange, bis sie die Tränen nicht mehr zurückhalten konnte. Doch ein Mitfahrer filmte den ganzen Vorfall. Auf Youtube geht das Video um die Welt. Die Folge: Aus dem ganzen Land erreichen die Witwe Geldspenden in Höhe von mehr als 100.000 Dollar - für ihren Traumurlaub.

    Karen Huff Klein, während sie von Schülern drangsaliert wird (Screenshot: YouTube)Karen Huff Klein aus Greece im Staat New York musste in ihrem Leben schon einiges durchmachen. Vor 17 Jahren starb ihr Ehemann, vor zehn Jahren nahm sich einer ihrer Söhne das Leben. Und ihr Job verlangt der 68-Jährigen ebenfalls viel ab. Die Witwe, ehemals Busfahrerin, ist mittlerweile als "Bus Monitor", also als Aufpasserin in einem Schulbus tätig. Das heißt: Sie sorgt dafür, dass sich die Schüler im Bus ruhig verhalten, damit sie auch sicher am Ziel ankommen.Die Entlohnung: gerade mal 15000 Dollar im Jahr.

    Seit kurzem weiß die Welt, dass es sich dabei um einen der undankbarsten Jobs aller Zeiten handelt. Denn ein Video einer ihrer Höllenfahrten rührt nun zahllose Youtube-User. Ein Mitfahrer filmte zehn Minuten lang die seelischen Qualen, die Klein während einer Busfahrt erdulden musste.

    Das, was in dem Video zu sehen ist, ist teilweise nur sehr schwer zu ertragen. Die Mittelstufe-Schüler schreien Klein an, nennen sie eine „hässliche fette Kuh“. Doch sie sagen auch noch weit grausamere Dinge, wie: „Du hast keine Familie, weil die sich umgebracht hat – sie wollten nicht in deiner Nähe sein müssen.“ Später meint einer der Teenager zu ihr: „Du bist so hässlich, Deine Kinde sollten sich umbringen“  - die Schüler wissen offenbar sehr genau, dass ihr Sohn in der Tat Selbstmord begangen hat. Man sieht der 68-Jährigen an, wie sie tapfer versucht, die verbalen Attacken an sich abprallen zu lassen – doch zwischendurch treibt es ihr trotzdem die Tränen in die Augen. Die Frau rät den unverschämten Schülern in ruhigem Ton: „Wenn ihr nichts Nettes zu sagen habt, dann solltet ihr lieber gar nichts sagen.“

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    Warum es an diesem Arbeitstag so besonders schlimm war, kann sich Klein auch im Nachhinein nicht erklären. „Eigentlich war alles wie immer“, sagte sie dem TV-Sender „WHEC“. „Ich weiß nicht, was passiert ist.“ Die vier Schüler, die sie hauptsächlich bedrängten, seien oftmals boshaft. Doch an diesem Tag seien die Dinge außer Kontrolle geraten.

    Doch dann geschah etwas, womit Klein im Traum nicht gerechnet hätte: Das Video machte im Internet schnell die Runde und sorgte für große Betroffenheit. Aus Mitleid mit der Frau sammelten Menschen in ganz Amerika Spenden in Höhe von mehr als 100.000 Dollar, um Klein einen Urlaub zu finanzieren. Das berichtet die "Huffington Post".

    Auch die Leitung des Schulbezirks, in dem sich der Vorfall ereignete, reagierte. „Alle Schüler, die an dieser Sache beteiligt waren, müssen mit Disziplinarmaßnahmen rechnen“, sagte der stellvertretende Leiter des Schulbezirks der Zeitung „Democrat and Chronicle“. Klein zeigte sich gerührt über die großzügigen Spenden. Viel mehr würde sie sich allerdings über eine Entschuldigung von Seiten der Schüler freuen, die ihr so übel zugesetzt haben.

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