Hauptsache salzig! Das ist offenbar das Motto der Hersteller von Mikrowellen-Menüs. Die Verbraucherzentrale NRW stellte bei einer Untersuchung fest, dass der Salzanteil in Fertiggerichten mitunter sogar noch höher ist als bei einer Studie vor eineinhalb Jahren. Schon damals wurde der Salzgehalt in fast allen Gerichten als zu hoch eingestuft. Für die Gesundheit kann das fatale Folgen haben.
Ob das Ergebnis den Konsumenten die Lust auf Fertiggerichte versalzt? Bei einer Studie der Verbraucherzentrale kamen die Mikrowellen-Menüs schlecht weg. 98 Prozent der 117 getesteten Produkte sind laut der Untersuchung zu salzig. Mitunter nehmen Fastfood-Liebhaber beim Verzehr einer solchen Schnell-Mahlzeit sechs Gramm Kochsalz – und damit die gesamte Tagesdosis – zu sich.
Offenbar haben die Hersteller seit der letzten Untersuchung im August/September 2010 nichts dazugelernt. Schon damals kam man zu dem alarmierenden Ergebnis, dass ein Tellergericht mit im Schnitt 4,35 Gramm Salz mehr als zwei Drittel der täglichen Höchstmenge von sechs Gramm für einen Erwachsenen liefere. Und das, obwohl zu viel Kochsalz „Gift für den Blutdruck“ sei und außerdem „das Risiko gefährlicher Herz- und Kreislauferkrankungen“ steigere. Trotzdem sei die Salzmenge bei Gulasch, Geschnetzeltem und Co. mitunter sogar noch erhöht worden.
Lesen Sie auch: Vorstellungsgespräch: Die fiesen Tricks der Personalchefs
Neben dem gesundheitlichen Risiko bewertet die Verbraucherzentrale die Tatsache als problematisch, dass der Konsument sich nur schwer über den tatsächlichen Anteil an Salz informieren kann. Die Verpackungen geben nur selten Auskunft darüber, wie viel von dem Geschmacksträger in der schnellen Hausmannskost oder dem Light-Menü steckt. Immerhin: Auf 107 Tellergerichten war der Natriumgehalt verzeichnet. Wohl dem, der Bescheid weiß und einen Taschenrechner beim Einkauf dabei hat. Denn der angegebene Natriumwert entspricht nicht – wie häufig angenommen – dem Salzgehalt des Gerichts. Dieser errechnet sich aus dem 2,5-fachen der Natriumangabe auf der Packung.
Allerdings interessiere die Konsumenten beim Kauf der Fertiggerichte hauptsächlich der Kaloriengehalt, so die Verbraucherzentrale. Doch der genaue Blick aufs Kleingedruckte lohnt sich. Die Feststellung: Je geringer der Kaloriengehalt, desto höher oft der Salzgehalt.
Erst ab Ende 2016 sei es in der Europäischen Union verpflichtend, Produktinfos zur Salzmenge verbindlich anzugeben. Tipp der Verbraucherzentrale: Fehlen die Angaben komplett, sollten gesundheitsbewusste Genießer das Mikrowellen-Menü besser gleich im Regal stehen lassen.
Entdecken Sie Yahoo! mit Ihren Freunden
Entdecken Sie Nachrichten, Videos und andere Inhalte, die Ihre Freunde gelesen oder gesehen haben. Welche Ihrer Aktivitäten andere sehen, bestimmen Sie alleine.
ZuerstBei Facebook einloggen
Zu viel Salz in der Suppe: Verbraucherzentrale untersucht Mikrowellen-Menüs
Yahoo! Nachrichten – Di., 7. Feb 2012Werden Sie ein Fan von Yahoo! Nachrichten auf Facebook
Tipps der Redaktion
storyNach Verwechslung: Vermeintliche Tote heiratet am Ort ihrer eigenen Trauerfeier
storyZufallsfund beim Gärtnern: Mann entdeckt mysteriöse Grabsteine
storySchnarchen statt Hilfe: Telefonist schläft während Notruf ein
storyFast erstickt: Autist rettet seinem Mitschüler das Leben
storyWegen Hänseleien: Mann 33 Jahre lang von der Mutter eingesperrt
storyPopcorn-Mord: 29-Jähriger erschießt Familienvater im Kinosaal
Verwandte Themen
- Verbraucherzentrale NRW kritisiert Werbeversprechen von Frauenarztpraxen
- EU-Beamter: Einigung mit Griechenland großteils "nicht verhandelbar"
- US-Handelsdefizit rasant gestiegen
- Spanien und Frankreich verfehlen Ziele zum Schuldenabbau
- Schäuble schließt Neuverhandlungen mit Griechenland aus
- Merkel: Fiskalpakt und Wachstumsimpulse gehören zusammen
- Hollande reagiert gelassen auf niedrigere Wachstumserwartungen
Quizaction
Aktuelle Videos
1 - 4 von 20
Relevante Nachrichten für Sie
Bilder des Tages
1 von 10

124 Kommentare