WAS IHRE FREUNDE LESEN

    Zu wenig Geld für Busticket: Studentin vergewaltigt

    Zwei Münzen zu wenig im Geldbeutel wurden einer Studentin aus dem britischen Nottingham zum Verhängnis. Da ihr umgerechnet 25 Cent für einen Fahrschein fehlten, ließ sie ein Busfahrer mitten in der Nacht stehen. Als die 25-Jährige ihre Mutter verständigte und ihr entgegenging, kam ihr ein Betrunkener entgegen, der sie brutal vergewaltigt haben soll. Vor Gericht behauptet der mutmaßliche Täter nun, er habe ihr helfen wollen.

    Zu wenig Geld für Busticket: Studentin vergewaltigt (Symbolbild: thinkstock)Fünf Pfund kostete der Fahrschein, mit dem die Jurastudentin von ihrer Diplomfeier nachhause fahren wollte - umgerechnet 6, 25 Euro. Im Portemonnaie hatte die junge Frau allerdings nur 4,80 Pfund – und damit lediglich 20 Pence (25 Cents) zu wenig, schreibt die britische „Sun“. Der Fahrer des Nottinghamer Nachtbusses machte keine Kompromisse. Wie die "Daily Mail" berichtete, schlug er das Angebot der 22-Jährigen aus, bei einem Bankautomaten Geld abzuheben. Stattdessen ließ er die junge Frau an der Haltestelle stehen und fuhr davon - um drei Uhr nachts.

    Da die Studentin den 22 Kilometer langen Heimweg schlecht zu Fuß zurück legen konnte, rief sie ihre Mutter an, um sie abzuholen. Sie beschloss, ihr ein Stück entgegenzulaufen. Eine folgenschwere Entscheidung: Auf dem Weg ins Stadtzentrum kam ihr ein betrunkener 19-Jähriger entgegen. Er soll die Studentin brutal zusammengeschlagen und vergewaltigt haben. Die junge Frau trug dabei massive Verletzungen davon.

    Lesen Sie auch: Passanten rauben Bewusstlosen aus

    In der Zwischenzeit wartete die Mutter am vereinbarten Treffpunkt – nur wenige Meter vom Tatort entfernt – und rief ihre Tochter zweimal auf dem Handy an. Beide Male hörte sie ihr Kind vor Schmerzen stöhnen, kurz darauf wurde aufgelegt, so die „Daily Mail“. Zufällig fuhren zwei Beamte in einem Streifenwagen an der besorgten Mutter vorbei und boten ihre Hilfe an. Wenig später lief der mutmaßliche Täter selbst auf den Polizeiwagen zu und erklärte, er sei im anliegenden Park über den halbnackten Körper einer Frau gestolpert. „Kommen Sie lieber schnell. Ich glaube, ein Mädchen wurde vergewaltigt oder so“, soll er laut Gericht zu den Beamten gesagt haben. Außerdem habe er behauptet, dass das Blut des Opfers auf seinen Körper und seine Kleidung gelangt sei, als er ihm aufhelfen wollte.

    Die Polizisten fanden die Jurastudentin in unmittelbarer Nähe auf dem Boden sitzen, die Knie angezogen und nur noch bis zur Taille bekleidet. Sie sei so übel zugerichtet gewesen, dass ihre Mutter sie nicht sofort erkannt habe, schreibt die „Daily Mail“.

    Unter dem Verdacht, die Frau vergewaltigt zu haben, wurde der 19-Jährige festgenommen und steht derzeit vor Gericht. Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft geriet er beim Anblick des Polizeiwagens in Panik und „gab dann vor, ihr Retter zu sein, ihr Retter in der Not“, zitiert die britische Tageszeitung die Anklage.

    Bislang bestreitet der Mann die Tat. Als Reaktion auf seine Verhaftung soll er gesagt haben: „Das ist also der Dank dafür, wenn man versucht, jemandem zu helfen.“


    Quizaction