Ägyptens früherer Innenminister Adli zu sieben Jahren Haft verurteilt

In einem der letzten Prozesse zur Mubarak-Herrschaft in Ägypten ist der frühere Innenminister Habib al-Adli am Samstag wegen Korruption zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden

In einem der letzten Prozesse zur Mubarak-Herrschaft in Ägypten ist der frühere Innenminister Habib al-Adli am Samstag wegen Korruption zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt worden. Das Gericht befand Adli und zehn seiner damaligen Mitarbeiter im Innenministerium für schuldig, umgerechnet rund 103 Millionen Euro unterschlagen zu haben. Die zehn Ex-Mitarbeiter erhielten Haftstrafen zwischen drei und sieben Jahren.

Adli, der seit November unter Hausarrest steht, kann gegen das Urteil Berufung einlegen. Unter dem fast drei Jahrzehnte herrschenden Staatschef Husni Mubarak galt er als rücksichtsloser Vollstrecker von Anordnungen des Präsidenten. Der im Februar 2011 gestürzte Mubarak war Anfang März im letzten gegen ihn geführten Strafverfahren freigesprochen worden.

Während des Volksaufstandes, der zu seinem Sturz führte, wurden hunderte Demonstranten getötet. Mubarak erhielt wegen Beihilfe zum Mord zunächst eine lebenslange Haftstrafe, doch wurde diese später aufgehoben. Auch Ex-Innenminister Adli und andere Verantwortliche des Polizeiapparates wurden von diesen Vorwürfen freigesprochen.

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