Ägypter bricht Tiefen-Weltrekord im Gerätetauchen

Der Tauchgang dauerte mehr als 15 Stunden

Mit einem Tauchgang in mehr als 332 Meter Tiefe hat der Ägypter Ahmed Gamal Gabr den Weltrekord im Gerätetauchen gebrochen. Der Kampfschwimmer, der zu einer Spezialeinheit des ägyptischen Militärs gehört, übertraf mit seinem lebensgefährlichen Tauchgang im Roten Meer den bisherigen Rekordhalter Nuno Gomes aus Südafrika, wie das Guinness-Buch der Rekorde mitteilte. Gomes hatte im Jahr 2005 eine Tiefe von 318,35 Metern geschafft.

Gabr sank am Donnerstag im Taucherparadies Dahab binnen zwölf Minuten exakt 332,35 Meter in die Tiefe. Es dauerte allerdings 15 Stunden, bis der 41-Jährige wieder auftauchte - wegen der Gefahr von Verletzungen durch den starken Wasserdruck auf den Körper ließ sich der Froschmann so lange Zeit.

Bis in hundert Meter Tiefe wurde Gabr von anderen Tauchern begleitet - ab dann war er in der Kälte und Dunkelheit des Meeres auf sich gestellt. Um den Taucher am Leben zu halten, versorgten Ärzte und Tauchexperten ihn mit mehr als 60 Gasflaschen, die an einem Seil hinunterhingen. In ihnen waren verschiedene Gasmischungen enthalten.

Nach Angaben der Organisatoren hatte sich Gabr, der auch Triathlet ist, monatelang minutiös auf den Ablauf des Tauchgangs vorbereitet. Demnach musste er sich jede seiner Bewegungen Sekunde für Sekunde merken - wie ein Rennfahrer, der sich Kurven einprägen muss. Er musste lernen, seine Atmung auf das Mindeste zu beschränken und den Rhythmus seines Herzschlags zu verlangsamen. Dies habe er vor allem von Yogalehrern gelernt, hieß es aus seinem Umfeld.