Ärzteverband Virchowbund will Arztpraxen nur noch vier Tage pro Woche öffnen

Arzt mit Stethoskop (AFP/Patrick Seeger) (Patrick Seeger)

Der Ärzteverband Virchowbund hat alle Arztpraxen zur Einführung einer Viertagewoche aufgerufen. Mittwochs sollten diese generell auf eine ambulante Versorgung von Patienten verzichten und den Tag stattdessen "zur Bewältigung der Bürokratie und zur Fortbildung" nutzen, teilte der Berufsverband am Mittwoch in Berlin mit.

Er begründete den Vorschlag mit wirtschaftlichen Erwägungen. Arztpraxen stünden durch hohe Energiepreissteigerungen und Inflation "unter enormem Kostendruck", müssten auf der anderen Seite aber zugleich gegen "ein budgetiertes Finanzierungssystem und die Streichung von Geldern" kämpfen.

Der Bundesvorsitzende des Virchowbunds, Dirk Heinrich, erklärte: "Für uns ist deshalb klar: Leistungen, die nicht bezahlt werden, können auch nicht erbracht werden - deshalb müssen wir unsere Leistungen einschränken."

Der Verband, der niedergelassene Haus- und Fachärzte vertritt, bezeichnete den Vorstoß zugleich als ein "Zeichen gegen die immer stärker ausufernde Bürokratie in den Arztpraxen und als Mittel gegen den Fachkräftemangel".

Eine Viertagewoche bei vollem Lohnausgleich etwa mache die Tätigkeit in Praxen für medizinische Fachangestellte attraktiver. Gleiches gelte aus Gründen der Familienfreundlichkeit auch für junge Ärztinnen und Ärzte.

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