Ärzteverbandschefin warnt vor Verletzungsrisiko durch Silvesterfeuerwerk

Wegen der Verletzungsgefahr durch Silvesterfeuerwerk hat die Vorsitzende des Ärzteverbands Marburger Bund, Susanne Johna, die Menschen in Deutschland zur Vorsicht aufgerufen. Viele Notfallstationen seien derzeit ohnehin bereits "am Limit", und ein Feuerwerk berge "immer ein zusätzliches Unfallrisiko", sagte sie am Freitag der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Das gelte für die Nutzerinnen und Nutzer ebenso wie für die Zuschauerinnen und Zuschauer.

Sie rate "dringend" dazu, keine illegalen Böller zu zünden und Feuerwerk mit dem offiziellen CE-Prüfzeichen zu verwenden, fügte Johna an. Ideen für eine generelles Böllerverbot bewertete sie aber zurückhaltend. Darüber müsse "in Ruhe" nachgedacht werden. "Ich würde mir wünschen, dass die Menschen die Entscheidungen selbst treffen", sagte die Verbandschefin. Traditionen ließen sich außerdem "nicht mit der Brechstange verändern".

Wegen der Pandemiebeschränkungen hatte zum vergangenen Jahreswechsel wie schon im Jahr davor in ganz Deutschland ein Verkaufsverbot für Feuerwerk gegolten. Vielerorts wurden zudem Versammlungsverbote verhängt, zum Teil durfte auch kein Feuerwerk abgebrannt werden. Dadurch sollten die bereits stark beanspruchten Krankenhäuser entlastet werden. Es gibt Forderungen nach einem dauerhaften Böllerverbot, etwa seitens der Bundesärztekammer.

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