Öffentliche Bildungsausgaben deutlich gestiegen

Die öffentlichen Bildungsausgaben steigen in diesem Jahr auf mehr als 120 Milliarden Euro. Bund, Länder und Gemeinden veranschlagten für das Jahr 2014 Ausgaben von 120,6 Milliarden Euro und damit 3,6 Milliarden Euro mehr als im Vorjahr, wie aus dem am Donnerstag vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden vorgelegten Bildungsfinanzbericht hervorgeht. Laut Bundesbildungsministerium erhöhten sich die öffentlichen Bildungsausgaben seit 2008 um 30 Prozent.

Endgültige Angaben liegen allerdings erst bis zum Jahr 2011 vor, in dem sich dem Statistischen Bundesamt zufolge die Ausgaben von Bund, Ländern und Gemeinden für die Bildung auf 110 Milliarden Euro beliefen. Davon entfielen demnach auf den Bund 9,1 Milliarden Euro, die Länder 77,7 Milliarden Euro und die Gemeinden 23,2 Milliarden Euro.

Das gesamte Budget für Bildung, Forschung und Wissenschaft, in das unter anderem auch die Ausgaben von Unternehmen und privaten Haushalten eingerechnet werden, lag im Jahr 2011 bei 245,1 Milliarden Euro. Nach vorläufigen Berechnungen erhöhte es sich im Jahr 2012 um weitere 3,7 Milliarden Euro auf 248,9 Milliarden Euro.

Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) wertete die steigenden Ausgaben als Beleg dafür, dass Bildung in Deutschland Priorität habe. "Die Leistung wiegt umso mehr, als wir zusätzlich einen strukturell ausgeglichenen Haushalt erreicht haben", erklärte sie.

Der Studentenverband fzs zeigte sich dagegen unzufrieden mit der Finanzsituation. "Es reicht nicht, allein die nackten Zahlen zu betrachten, sie müssen ins Verhältnis zu den steigenden Studierendenzahlen gesetzt werden", erklärte fzs-Vorstandsmitglied Isabella Albert.

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