Öffentliche Schulden stiegen im dritten Quartal auf Höchststand

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Geldscheine

Die öffentlichen Schulden sind im dritten Quartal des laufenden Jahres auf einen neuen Höchststand gestiegen. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung waren zum Quartalsende mit 2,195 Billionen Euro verschuldet, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. Bereits Ende des zweiten Quartals war mit 2,109 Billionen Euro der bis dahin höchste Schuldenstand erreicht worden. Der Anstieg ist im Wesentlichen in der Aufnahme finanzieller Mittel für Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise begründet.

Eine ähnlich hohe Verschuldung hatte es davor Ende 2012 mit 2,068 Billionen Euro gegeben, wie das Statistische Bundesamt weiter mitteilte. Seither waren die öffentlichen Schulden jedes Jahr gesunken. Wie die Behörde auf Basis vorläufiger Ergebnisse weiter erklärte, stieg die öffentliche Verschuldung zum Ende des dritten Quartals damit gegenüber dem Jahresende 2019 um 15,6 Prozent.

Mit Ausnahme der Sozialversicherung waren am Ende des dritten Quartals alle Ebenen des öffentlichen Gesamthaushalts stärker verschuldet als zum Jahresende 2019. Am stärksten erhöhte sich in diesem Zeitraum die Verschuldung des Bundes, und zwar um 20,3 Prozent beziehungsweise 241,5 Milliarden Euro auf 1,43 Billionen Euro. Die Schulden der Länder stiegen im Vergleich zum Ende des Vorjahres um 9,1 Prozent.

cha/cax