Ökonomin erklärt, welche Folgen eine Minderheitsregierung für die Wirtschaft haben könnte

Annette Dönisch
Angela Merkel und Junge-Union-Chef Paul Ziemiak im Bundestag

Nach dem abrupten Ende der Jamaika-Gespräche ist unklar, wie es mit Deutschland politisch weitergeht. In der Bundesrepublik noch nie da gewesen, aber aktuell viel diskutiert: eine Minderheitsregierung. Es steht die Frage im Raum, wie sich eine solche Regierung, die als instabil gilt, auf die Wirtschaft auswirkt.

Johanna Möllerström ist Ökonomin am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin. Sie kennt sich mit Minderheitsregierungen aus. Zum einen hat sie als Schwedin in ihrem Heimatland schon mehrere solcher Regierungskonstellationen erlebt, zum anderen war sie in Schweden als Politikerin aktiv. 

Unsicherheit könnte folgen

Möllerströms Vorhersage für die Entwicklung der deutschen Wirtschaft im Fall einer Minderheitsregierung: „Es könnte sein, dass anfangs weniger Vertrauen besteht. Die Aktienpreise und Investitionen könnten sinken.“ 

In ihrem Heimatland sei dies jedoch nicht der Fall gewesen. „Schweden hatte sehr viele Minderheitsregierungen in wirtschaftlich guten wie auch wirtschaftlich schlechten Phasen. Es scheint keinen Zusammenhang zu geben“, sagt Möllerström.

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