Österreich verschärft Corona-Schutzmaßnahmen

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Impfzentrum in der Barbarakapelle des Wiener Stephansdoms (AFP/ALEX HALADA)

Angesichts eines starken Anstiegs der Infektionsfälle werden die Corona-Maßnahmen in Österreich deutlich verschärft. Nach einem Beschluss von Regierung und Landeshauptleuten vom Freitag gilt ab Montag für die meisten Bereiche des öffentlichen Lebens die 2G-Regelung: Der Besuch von Restaurants, Friseuren oder Veranstaltungen ab 25 Gästen ist dann nur noch für Geimpfte und Genesene erlaubt. Bei der Arbeit sollen weiterhin auch Tests möglich sein.

Allerdings sollen für eine vierwöchige Übergangsfrist eine erste Impfdosis in Verbindung mit einem negativen PCR-Test ebenfalls anerkannt werden. Der "Grüne Pass" soll demnach nur noch neun Monate ab der zweiten Impfung gültig sein, um die Menschen zu einer Auffrischungsimpfung zu bewegen. Ähnliche Regelungen hatte die Hauptstadt Wien bereits am Donnerstag für kommende Woche angekündigt.

Die Maßnahmen sollen Anreize schaffen, sich impfen zu lassen, sagte Bundeskanzler Alexander Schallenberg vor der Presse. Niemand wolle die Gesellschaft spalten, doch sei die Regierung für den Schutz der Bevölkerung verantwortlich.

In Österreich mit seinen rund neun Millionen Einwohnern registrierten die Behörden am Freitag fast 9400 neue Infektionsfälle binnen eines Tages und damit einen Rekord in diesem Jahr. Österreich befürchtet nicht nur eine Überfüllung der Intensivstationen, sondern auch eine Einstufung als Risikogebiet durch andere Länder.

Etwa 64 Prozent der österreichischen Bevölkerung sind vollständig geimpft. Damit liegt das Land unter dem EU-Durchschnitt von 67 Prozent. Bislang sind in Österreich über 11.450 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben.

ans/lan

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