Österreichische Justiz ermittelt wegen Eurofightern gegen Airbus-Chef Enders

Airbus-Chef Tom Enders

Wegen eines umstrittenen Eurofighter-Geschäfts ermittelt die österreichische Justiz gegen Airbus-Chef Tom Enders. Darüber habe die Wiener Staatsanwaltschaft den Luftfahrt- und Rüstungskonzern informiert, erklärte ein Airbus-Sprecher am Mittwoch. Von den Ermittlungen seien "alle auf einem Dokument der österreichischen Finanzstaatsanwaltschaft aufgeführten Personen betroffen", unter ihnen Enders.

Hintergrund ist der schon lange umstrittene Kauf von 15 Eurofighter-Kampfflugzeugen im Jahr 2003 durch Österreich. Die Alpenrepublik stellte im Februar nach jahrelangen Regierungsermittlungen Strafanzeige gegen Airbus wegen des Verdachts auf "arglistige und betrügerische Täuschung".

Die Regierung wirft der Airbus-Rüstungssparte und der Eurofighter Jagdflugzeug GmbH "betrügerische Täuschungshandlungen" vor, ohne die das Geschäft nie zustande gekommen wären. Das Land fordert vom Hersteller eine Schadenswiedergutmachung von bis zu 1,1 Milliarden Euro. Schon kurz nach der Bestellung war der Verdacht aufgekommen, dass es bei dem Geschäft zu Schmiergeldzahlungen gekommen war.

Airbus hat die Vorwürfe zurückgewiesen und wirft der Regierung in Wien ein "politisches Manöver" vor.

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