Özdemir skeptisch zu russisch-ukrainischen Getreidegesprächen

Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) rechnet nicht mit einem raschen Erfolg der Verhandlungen über ein Ende der russischen Blockade ukrainischer Getreideausfuhren. "Wer an das Wort von (Wladimir) Putin glaubt, kann auch an den Weihnachtsmann glauben oder an den Osterhasen", sagte Özdemir am Montag in Brüssel über den russischen Staatschef.

Brüssel müsse sich um eine permanente Alternativroute für die Ausfuhr ukrainischen Getreides bemühen, forderte Özdemir am Rande eines Treffens mit seinen EU-Kollegen.  Solange Putin oder "ein vergleichbarer Verbrecher in Moskau das Sagen" habe, werde die Route über das Schwarze Meer nicht sicher sein.

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell äußerte sich dagegen vorsichtig hoffnungsvoll über eine mögliche Freigabe der blockierten ukrainischen Häfen. Die Wiederaufnahme der Getreideexporte sei "eine Frage von Leben oder Tod", betonte er am Rande eines Treffens der EU-Außenminister in Brüssel.

Die Türkei hatte sich vergangene Woche zuversichtlich geäußert, dass bei dem nächsten Verhandlungstermin am Mittwoch zumindest ein Teil des Getreides freigegeben werden könnte. Aus Diplomatenkreisen hieß es, die Ausfuhr über das Schwarze Meer könnte über gesicherte Korridore erfolgen. Voraussetzung wäre eine Feuerpause in dem Gebiet.

lob/dja

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