Über 2700 deutsche Städte und Gemeinden wollen sich um Gratis-Wlan der EU bewerben

Über 2700 deutsche Städte und Gemeinden haben sich bei der EU-Kommission registriert, um sich um finanzielle Unterstützung für die Einrichtung öffentlicher Wlan-Netze zu bewerben. Das teilte die Brüsseler Behörde der Nachrichtenagentur AFP mit. Die Bewerbungsphase startete demnach am Mittwoch um 13 Uhr, bis Freitag um 17 Uhr können alle registrierten Gemeinden ihre Bewerbung formal online einreichen.

Für die WiFi4EU betitelte Initiative steht ein Budget von insgesamt 120 Millionen Euro bereit. Europaweit hat sich etwa jede fünfte Gemeinde in das entsprechende Register eingetragen, wie die Kommission mitteilte. Rund 2800 davon sollen nun im ersten Bewerbungsverfahren eine Gutschrift von je 15.000 Euro erhalten.

Im Dezember will die Kommission bekanntgeben, welche Gemeinden das Geld erhalten werden. Für die Auswahl gelten laut Kommission keine weiteren Kriterien: Wer sich schnell bewirbt, hat die besten Chancen. Allerdings dürfen die Gemeinden keine Wlan-Netzwerke aufsetzen, wo es bereits ein ähnliches kostenloses Angebot gibt.

In vier weiteren Bewerbungsphasen soll das Gesamtbudget der Initiative bis 2020 ausgeschüttet werden. Die erste Bewerbungsphase sollte ursprünglich bereits im Mai stattfinden. Wegen "technischer Probleme" sei sie jedoch verschoben worden, sagte eine Sprecherin der Kommission. Die Probleme seien nun behoben.