Übernahme von Syngenta durch Wettbewerber aus China trifft in Mexiko auf Probleme

Syngenta in Basel

Die Übernahme des Schweizer Agrochemiekonzerns Syngenta durch den chinesischen Pflanzenschutzproduzenten ChemChina stößt in Mexiko auf Probleme: Die Kartellwächter des Landes knüpfen ihre Genehmigung der Fusion an Bedingungen, wie Syngenta am Mittwoch mitteilte. Zu Wochenbeginn hatte es noch geheißen, die Kartellbehörde habe grünes Licht für die Fusion gegeben.

"Der Vertrag zwischen Syngenta und ChemChina wurde von den mexikanischen Behörden unter Bedingungen genehmigt", teilte der Schweizer Konzern nun mit. Syngenta solle fünf Produkte veräußern, damit die Konkurrenz gewahrt bleibe, fordern die mexikanischen Behörden nach Angaben des Unternehmens.

Die Abnehmer müssten wiederum unabhängig von ChemChina und Syngenta sein. Sollte der Deal ohne die Veräußerung der Produkte über die Bühne gehen, hätte ChemChina eine "dominante Position" auf einigen Märkten, etwa bei Herbiziden, die auf Zuckerrohrfeldern angewandt würden.

Syngenta hatte sich am Montag überzeugt gezeigt, das Geschäft im zweiten Quartal abschließen zu können. Genehmigt wurde die geplante Übernahme bereits von den Wettbewerbsbehörden der USA und der EU. Die chinesischen Behörden stimmten am Mittwoch ebenfalls zu, wie Syngenta mitteilte.

Jetzt müssen sich nur noch die Kartellwächter in Indien äußern. Die Fusion im Umfang von 43 Milliarden Dollar (40,6 Milliarden Euro) gilt als größte Übernahme eines chinesischen Unternehmens im Ausland.

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