Überraschender Fund: Mann hinterlässt Goldschatz


Als Walter Samaszko Jr. im Mai diesen Jahres verstarb, hinterließ er weder eine Ehefrau, noch Kinder oder andere enge Verwandte. Ein Testament hatte er nicht aufgesetzt. Das wunderte niemand - schließlich hatte der Mann umgerechnet gerade mal 155 Euro auf dem Konto. Erst die Reinigungsfirma, die das Wohnhaus in Carson City, Nevada, wieder bezugsfähig machen sollte, stieß auf Samaszkos tatsächlichen Reichtum: Der Mann hatte Gold im Wert von weit über fünfeinhalb Millionen Euro gehortet! Der Schatz geht nun an seine Cousine, eine Vertretungslehrerin.

Was zunächst wie der Todesfall eines älteren, mittellosen Herren aussah, entpuppte sich als ein wahrhaft skurriler und wertvoller Fund: Wie das amerikanische Nachrichtenmagazin „NBC News“ berichtet, lag Walter Samaszko Jr. schon gut einen Monat tot in seinem Haus, als ein Nachbar den strengen Verwesungsgeruch meldete. Walter sei zwar ein kauziger Einsiedler gewesen, der selten vor die Tür ging, aber er habe sich beunruhigend lange nicht blicken lassen, berichtete der Mann.

Aus Angst vor Spritzen habe der Pensionär Arztbesuche vermieden, so der Bericht des Gerichtsschreibers von Carson City, Alan Glover. Mit großer Wahrscheinlichkeit sei er an einer Herzschwäche verstorben. Ein Testament hatte der 69-Jährige nicht aufgesetzt, was bei seinem Bankvermögen von gerade mal 200 Dollar scheinbar auch nicht nötig war. Erst die Reinigungsarbeiten in seinem Haus brachten die Überraschung ans Licht: Samaszko besaß Gold im Wert von über sieben Millionen Dollar. Zwei Schubkarren waren nötig, um die unzähligen Goldbarren und -münzen abzutransportieren.

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Ermittlungen ergaben, wie es zum ungeahnten Vermögen des Verstorbenen gekommen sein muss: Samaszko hatte nach dem Vorbild seiner Mutter in den 70er Jahren damit begonnen, Gold zu horten, wohl aus Angst vor Verarmung. Wie Glover weiter berichtet, hatten die beiden jede ihrer Ausgaben detailliert dokumentiert. Von dem enormen Besitz, der mit der Zeit zusammengekommen war, würden nun umgerechnet etwa 580.000 Euro an Steuern abgezogen werden, der Rest gehe an Samaszkos nächste Verwandte - seine Cousine. Angestellte des Carsoner Rathauses konnten sie anhand der Liste der Beerdigungsgäste von Samaszkos Mutter ausfindig machen. Die Vertretungslehrerin aus dem kalifornischen San Rafael ist seine einzige gemeldete Hinterbliebene - und sie dürfte äußerst überrascht sein über ihren plötzlichen Reichtum!


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