Überraschung bei "The Masked Singer": Das Alpaka hat alle getäuscht!

Jürgen Winzer
·Lesedauer: 5 Min.

Welch eine Überraschung: Sylvie Meis wurde in der dritten Show von "The Masked Singer" (ProSieben) als Alpaka enttarnt. Aber das war nicht die einzige Sensation des Maskenballs.

Sie hat alle getäuscht: Mit Sylvie Meis hatte niemand gerechnet. (Bild: ProSieben)
Sie hat alle getäuscht: Mit Sylvie Meis hatte niemand gerechnet. (Bild: ProSieben)

Das Alpaka also, das hibbelige Influencer-Trendtier, ist Sylvie Meis. Crazy, aufgedreht, fließend Denglisch sprechend - das alles ist Sylvie Meis eigentlich nicht. "Ich bin ganz anders. Ich will die Kontrolle haben, bin eher vorsichtig. Aber ich bin stolz darauf, dass ich mich das getraut habe", war sie nach der Demaskierung mit sich zufrieden. Und das völlig zurecht. "Das hat sie super gemacht!", war der Tenor im Netz wie auch beim Rateteam (Bülent Ceylan, der bereits zum zweiten Mal richtig tippte: "Wie geil ist das denn?!").

"Leck mich am A..., das hätt ich nicht gedacht!" Die Überraschung und Begeisterung bei den Fans war echt. Dass dagegen Moderator Matthias Opdenhövel regelrecht ausrastete ("Ich fass es nicht!"), als Sylvie die Maske lüftete, ist wirklich nicht zu fassen. Immerhin ist er einer der knappen Handvoll Personen, die die Identitäten der Maskenpromis kennen! Naja, ist halt alles nur Show. Aber was für eine! Sylvie: "Es ist die weltweit geilste Show!" Der einzige Nachteil: "Ich hasse Lügen. Und meine Freunde anzuschwindeln, war das Schlimmste. Nicht mal meinem Kind habe ich es gesagt."

Ratloses Rateteam: "Ich hab so was von keine Ahnung!"

Und zum Glück auch keinem Spion von der "Bild"-Zeitung. Die sorgte nämlich schon am Nachmittag vor der Show für die "Sensation": "Bild enthüllt drei Masked Singer" stand da online bei "Bild plus". Hinter der Bezahlschranke dann aber nur das, was auch die App-User machen: wenig fundierte Spekulation. Das Schöne: Man darf - und muss also noch weiter raten. Und es ist nicht überall so (vermeintlich) eindeutig wie beim Mümmlerpärchen und dem Gerippe. Ist der Aggro-Anubis (er bezwang im Duell mit einem Backstreet-Boys-Medley die Erdmännchen mit "Pretty Woman") mit den glamrockhaft hohen und glitzernden Buffalo Hightowers wirklich Klaas Heufer-Umlauf (Bülent) oder doch Jan Josef Liefers (Sonja Zietlow) oder vielleicht gar Axel Stein? Den brachte Gastraterin Carolin Kebekus ins Spiel, die als Intro zur Show bewies, dass sie hervorragend singen kann. Bewerbung für die nächste Staffel?

In der dritten Folge von "The Masked Singer 2020" verblüffte das Alien die Rate-Jury mit seinen italienisch-Kenntnissen. (Bild: ProSieben)
In der dritten Folge von "The Masked Singer 2020" verblüffte das Alien die Rate-Jury mit seinen italienisch-Kenntnissen. (Bild: ProSieben)

Beim Alien war sich die Jury ziemlich sicher, dass es sich um Luke Mockridge handelt. Als es aber bei "Perfect" (Ed Sheeran) von Englisch auf Italienisch wechselte, blieb nicht nur den Ratern im coronabedingt wieder publikumsleeren Studio der Mund offen stehen. "Oh, es ist ein ItAlien", witzelte Matthias. Online machte Giovanni Zarrella Boden gut (obwohl der mit seiner Frau Jana Ina auch noch als potenzielles Erdmännchen-Duo im Rate-Rennen ist).

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Das Rate-Trio streckte jedenfalls vermehrt die Waffen: "Ich glaub heute gar nix mehr", war Sonja Zietlow so ratlos wie Carolin Kebekus ("Ich habe so was von keine Ahnung!"!). Bei einem weiteren Seufzer werden viele Fans Kebekus zugestimmt haben: "Mit den Indizien kann ich überhaupt nix anfangen." Die verwirren nur. Sollen sie aber ja auch.

Bülent: "Der Frosch hat drei Zehen. Wie Reinhold Messner!"

Das Alien stach das Nilpferd ("What A Feeling", Irene Cara) aus. Kaum war Ruth Moschner nicht mehr im Rateteam, blieb auch der Name Nelson Müller für das "Happy Hippo" unerwähnt. Dafür wurden Teddy Teclebrhan (Bülent Ceylan) und Matthias Schweighöfer (Sonja Zietlow) verdächtigt.

Im Duell Frosch gegen Alpaka wurden sinnigerweise die beiden Masken gegeneinander gestellt, die im Netz bei den Fans die meisten Misstöne verursachten. Das Gequake des crazy Frogs ging den Fans genauso auf den Keks wie das Gehibbel des Influencer-Getiers - ganz so jung scheint das TMS-Publikum doch nicht zu sein. Der Frosch setzte sich mit "How Deep Is Your Love", also überraschend balladeskem Gequake durch. Bleibt also noch ungewiss, ob sich da wie erwartet Wigald Boning oder doch vielleicht Ralf Schmitz (Bülent: "Der kann Wigald imitieren!") verbirgt. Oder doch Reinhold Messner! Bülent: "Der hat, genau wie der Frosch, auch nur drei Zehen!"

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Auch beim Alpaka ("Like A Virgin") wurden große (und falsche) Namen ins Feld geführt: Karoline Herfurth (Sonja Zietlow), Josefine Preuß und Nazan Eckes (Bülent Ceylan) sowie Anke Engelke (Carolin Kebekus).

Das Beste kommt (leider) zum Schluss: das Skelett

Die Katze ("Hello" von Lionel Richie) bekam zwar "Standing Miauations" vom Rateteam (Bülent: "Da steckt ein Super-Super-Superstar drunter!"), hatte aber keine Chance gegen das Skelett. Das präsentierte "Dirty Diana" (Michael Jackson) und trieb Bülent zum Headbangen auf das Jury-Pult! Es war hörbar ein Generationenduell. Die Katze ("Ich fühle mich wie eine Jungkatze") ist älteren Semesters. Vielleicht Lena Valaitis (Bülent), Vicky Leandros (Sonja) oder Mary Roos (Carolin). Oder Birgit Schrowange (auch Sonja).

Das Skelett darf zum Unmut der Fans immer erst zum Schluss auf die Bühne.
Das Skelett darf zum Unmut der Fans immer erst zum Schluss auf die Bühne.

Das Skelett dagegen ist ein vergleichsweise junges Gerippe. Neben Sarah Lombardi wird Mandy Capristo hoch gehandelt. Jedenfalls bietet das Klappergestell die mit Abstand besten Gesangsleistungen. Quasi der Astronaut der dritten Staffel. Wurde es deshalb - schon zum dritten Mal - als Highlight ans Ende der Show gesetzt? Den Fans fällt's auf. Und es stinkt ihnen. "Toll, wieder das Skelett kurz vor Mitternacht. Ich würd das auch gerne mal live hören, aber es gibt Menschen, die müssen früh raus."

"Bitte mehr Werbung. Ich würd die frisch gebügelte Wäsche noch gerne einräumen"

ProSieben zockt. Das Spiel heißt "Der Zuschauer schaut so lange Werbung, bis er bricht". Sieben (!) Werbeblöcke gab es, bevor die Entscheidung gefallen war. Eine Menge Holz, das viel Asche bringt, klar. Aber Unmut draußen. Einige drohen mit Abschalten. Andere nehmen es mit Galgenhumor: "Bitte, ProSieben, etwas mehr Werbung. Ich würde die am Abend gebügelte Wäsche auch noch gerne in Ruhe falten und in den Schrank räumen!"

Nächste Gelegenheit: kommender Dienstag. Definitiv mit Werbung. Und ohne Alpaka.

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