Überschwemmungen in Afghanistan: Mindestens 62 Tote an nur einem Tag

Bei den seit Wochen anhaltenden schweren Überschwemmungen in Afghanistan sind nach Angaben der Behörden allein an einem Tag mindestens 62 Menschen getötet worden. Unter den Todesopfern am Freitag seien vor allem Frauen und Kinder. (Sanaullah SEIAM)
Bei den seit Wochen anhaltenden schweren Überschwemmungen in Afghanistan sind nach Angaben der Behörden allein an einem Tag mindestens 62 Menschen getötet worden. Unter den Todesopfern am Freitag seien vor allem Frauen und Kinder. (Sanaullah SEIAM)

Bei den seit Wochen anhaltenden schweren Überschwemmungen in Afghanistan sind nach Angaben der Behörden allein an einem Tag mindestens 62 Menschen im Nordosten des Landes getötet worden. "Die Zahl der Toten bei der heutigen Überschwemmung in der Provinz Baghlan ist auf 62 gestiegen", teilte der Leiter der örtlichen Katastrophenschutzbehörde, Hedajatullah Hamdard, der Nachrichtenagentur AFP am Freitag mit. Die Zahl werde "wahrscheinlich" noch steigen, fügte er hinzu.

Zunächst war die Zahl der Toten mit 50 angegeben worden. Unter den Todesopfern am Freitag seien vor allem Frauen und Kinder, erklärte der Katastrophenschutz. Vielerorts hätten die Überschwemmungen die Menschen unvorbereitet getroffen. Rettungsmannschaften suchten mithilfe der Armee und der Polizei unter Schlamm und Trümmern nach möglichen weiteren Opfern.

Aufnahmen in Onlinediensten zeigten breite Ströme schlammigen Wassers, die Straßen überschwemmten. Seit Mitte April sind bei Überschwemmungen in zehn afghanischen Provinzen etwa 100 Menschen ums Leben gekommen.

Die radikalislamischen Taliban hatten nach dem Abzug internationaler Truppen im Sommer 2021 wieder die Macht in Afghanistan übernommen. Viele Staaten und Hilfsorganisation haben seitdem ihre Hilfen für das verarmte Land zurückgefahren. Nach Naturkatastrophen sind die Menschen weitgehend auf sich allein gestellt.

ma