Überschwemmungen und Zerstörungen legen auf Friedhof in Peru Gebeine frei

Die durch starken Regen ausgelösten Überschwemmungen und Erdrutsche in Peru richten verheerende Zerstörungen an. Auf einem Friedhof im Norden des Landes wurden Gräber zerstört und Totengebeine freigelegt

Der anhaltende Starkregen in Peru verschont selbst die Toten nicht: Auf dem vollkommen überschwemmten Friedhof von San José in der nördlichen Küstenregion Lambayeque wurden viele Gräber so stark beschädigt, dass Gebeine zum Vorschein kamen. Menschen sammelten mit Vorsicht Überreste ihrer Angehörigen ein. Angesichts befürchteter Seuchengefahr versprach der Bürgermeister des Ortes, Macario Fiestas, das Wasser abpumpen zu lassen.

Peru leidet seit Januar unter heftigem Regen. Überschwemmungen und Erdrutsche haben besonders im Norden und Zentrum des Landes verheerende Zerstörungen angerichtet. Nach jüngsten Behördenangaben kamen bereits 84 Menschen ums Leben. Dem Institut für Zivilschutz (Indeci) zufolge wurden 20 Menschen vermisst, mehr als 200 weitere erlitten Verletzungen. Zehntausende Menschen wurden obdachlos, Millionen weitere drohten von der Trinkwasserversorgung abgeschnitten zu werden.

Wissenschaftler führen die Naturkatastrophe auf das Klimaphänomen El Niño zurück. Dabei sammeln sich warme Wassermassen im zentralen und östlichen Pazifik, die Folge sind weltweite Wetterextreme. In dieser Saison ist das Phänomen besonders ausgeprägt und Peru stark betroffen.

Sehr heftige Regenfälle führen in Peru leicht zu Erdrutschen, weil es in dem südamerikanischen Andenland viele baumarme Bergregionen und sandige Gebiete gibt, die kaum Wasser aufnehmen können. Besonders gefährdet sind die Menschen in Perus Armenvierteln, deren Hütten kaum Schutz bieten.

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