„Gefällt mir?“: Facebook als Namensgeber

Ein israelisches Elternpaar benannte sein Baby nach der „Gefällt-mir“-Funktion von Facebook. Ausschlaggebend war der Wunsch, einen außergewöhnlichen und möglichst modernen Namen zu finden. Den hat ihre Tochter nun bekommen: Sie heißt Like.

Wer auf einem israelischen Spielplatz nach Noa, Maya oder Tamar ruft, dem dürfte eine ganze Kinderhorde antworten. Denn nach Angaben der israelischen Zeitung „Ha'aretz” sind das die drei derzeit beliebtesten Kindernamen. Doch die Eheleute Lior und Vardit Adler aus Hod Hascharon bei Tel Aviv mögen es exklusiver. Innovativ und hochmodern sollte der Name ihrer Tochter sein. Also holten sich die beiden Inspiration aus dem Internet – und benannten ihr Kind nach dem „Like“-Button von Facebook. „Unserer Meinung nach ist es die moderne Variante des Namen Ahava [dt.: Liebe]“, so der stolze Vater Lior Vardit in der israelischen Zeitung „Maariw“.

Nicht alle Facebook-Freunde der frischgebackenen Eltern teilen ihre Begeisterung für den Namen des Neugeborenen. Manche „können es einfach nicht glauben“, sagte Vardit in der Zeitung. Aber: „Als ich ihr Foto und ihren Namen auf Facebook gepostet habe, bekam ich 40 ‚Likes‘ [dt: ‚Gefällt mir‘]. Wenn man bedenkt, dass ich in dem Netzwerk nur etwas über 100 Freunde habe, ist das viel.“

Das Ehepaar Adler dürfte Schulterzucken und ratlose Blicke bereits gewohnt sein. Denn auch die Namen ihrer anderen beiden Mädchen sind ziemlich ausgefallen: Sie lauten Dvasch [dt.: Honig] und Pie [dt.: Kuchen] und fielen den Eltern ein, als sie gerade mit ihrem liebsten Hobby beschäftigt waren – dem Kochen.

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Die Adlers stehen mit ihrer Vorliebe für exotische Kindernamen bekanntlich nicht alleine da. Auch außerhalb Israels kennt die Kreativität stolzer Eltern fast keine Grenzen. Allzu gewagte Ideen, die nach Ansicht der Behörden das Wohl der Kinder beeinträchtigen könnten, werden jedoch glücklicherweise abgelehnt. In Deutschland sind Namen verboten, die das Kind der Lächerlichkeit preisgeben oder anstößig sind – darunter „Satan“, „Störenfried“ oder „Oma“. Dass das Gesetz dennoch genügend Raum für absurde Ideen lässt, beweisen unter anderem der in Nordrhein-Westfalen vergebene Babyname Mylo-Manfred und der Zwischenname „et omnes sancti“ (dt.: und alle Heiligen), den ein Berliner Junge von seinen Eltern erhielt. Titelverteidiger in Sachen skurrile Kindernamen sind jedoch die Stars. Gwyneth Paltrows Apple, Alicia Silverstones Bear Blu oder die vier Kids von TV-Koch Jamie Oliver – Buddy Bear Maurice, Petal Blossom Rainbow, Poppy Honey Rosie und Daisy Boo Pamela – sind so zumindest nicht alleine.

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